Ärzte Zeitung, 04.08.2014

Ermittlungen

Klinik in Wegberg im Visier

KÖLN. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach hat wegen medizinischer und hygienischer Mängel Anklage gegen die Geschäftsführerin und einen leitenden Arzt der Sankt Antonius Klinik in Wegberg erhoben - gut drei Jahre nach der Verurteilung des ehemaligen Besitzers und Chefarztes wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung.

Das Amtsgericht Erkelenz prüft zurzeit, ob es die Anklage zulässt. Nach einem anonymen Hinweis hatten die zuständigen Behörden das Haus unangekündigt inspiziert und waren offenbar auf eine Reihe von Defiziten unter anderem bei Medizinprodukten gestoßen.

In ihnen sieht die Staatsanwaltschaft eine mögliche Gefährdung von Patienten. Belege, dass die bemängelten Produkte tatsächlich verwendet wurden, gibt es nicht.

"Wir betonen ausdrücklich, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung der Patienten vorlag", teilte die Klinik mit. Nach der behördlichen Begehung seien Maßgaben zur Verbesserung im Umgang mit Medizinprodukten umgesetzt worden. (iss)

Topics
Schlagworte
Recht (12329)
Hygiene (171)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Fünf wichtige Fakten zur Herzgesundheit der Deutschen

Heute wurde in Berlin der Herzbericht 2017 vorgestellt. Es zeigt sich, dass Herzerkrankungen jeglicher Art weiter zunehmen. mehr »

Trumps Leibarzt attestiert dem US-Präsidenten beste Gesundheit

US-Präsident Donald Trump attestierte sich kürzlich selbst kerngesund und ein "stabiles Genie" zu sein. Sein Leibarzt bestätigte ihm jetzt einen überragenden Gesundheitszustand – mit einer Einschränkung. mehr »

Ein Anästhetikum zur Behandlung bei schweren Depressionen?

Ketamin - einst als Anästhetikum entwickelt - hat sich in mehreren Studien bei Patienten mit therapieresistenten Depressionen bewährt. Doch: Für Euphorie ist es noch zu früh. mehr »