Ärzte Zeitung App, 20.11.2014

Urteil

Bandscheiben-Op ohne Indikation - Schadenersatz

HAMM. Patienten haben Anspruch auf Schadenersatz, wenn sie über ein vergleichsweise neues Operationsverfahren nicht ausreichend aufgeklärt wurden und wenn zudem die Indikation nicht eindeutig war. Das hat das Oberlandesgericht Hamm in einem rechtskräftigen Urteil entschieden.

Ein Mann litt nach der Implantation einer Bandscheibenersatzprothese weiter an Rückenbeschwerden. Er verklagte die Klinik und bekam vom OLG ein Schmerzensgeld von 20.000 Euro zugesprochen.

Nach Einschätzung der Richter war er nicht ordnungsgemäß über den Eingriff und die Alternative der operativen Fusion aufgeklärt worden. Zudem hätte die Operation nicht ohne vorherige Testinfiltration zur Abklärung vorgenommen werden dürfen, so das OLG. (iss)

Oberlandesgericht Hamm, Az.: 3 U 54/14

Topics
Schlagworte
Recht (12555)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Frauen leben länger, Männer glücklicher

Frauen haben in allen europäischen Ländern eine deutlich höhere Lebenserwartung als Männer, die zusätzlichen Jahre bescheren ihnen jedoch selten Freude. mehr »

So gefährlich sind Krampfadern

Krampfadern sollten nicht nur als kosmetisches Problem angesehen werden. Auch wenn die Varizen keine Beschwerden verursachen, bergen sie gesundheitliche Gefahren. mehr »

Die Macht der Position

Sexismus im medizinischen Alltag: Bloggerin Dr. Jessica Eismann-Schweimler bricht hier eine Lanze für die Männer. Diskriminierung kennt sie - geschlechtsunabhängig - eher durch einen anderen Faktor. mehr »