Ärzte Zeitung online, 09.01.2015

US-Gericht

17-Jährige darf Krebsbehandlung nicht abbrechen

Der oberste Gerichtshof im US-Staat Connecticut hat einer 17-jährigen Patientin untersagt, ihre Krebsbehandlung entgegen dem Rat der Ärzte abzubrechen. Die Begründung: mangelnde Reife.

WASHINGTON. Eine 17 Jahre alte Krebspatientin im US-Bundesstaat Connecticut muss ihre Therapie fortsetzen.

Der oberste Gerichtshof in dem Staat untersagte ihr, die Behandlung abzubrechen.

Sie müsse die bereits begonnene Chemotherapie gegen das Hodgkin-Lymphoms fortsetzen, berichtete der TV-Sender CBS.

Zur Begründung hieß es, das Mädchen sei noch nicht reif genug, eine solche Entscheidung zu treffen.

Die Ärzte gäben ihr eine 80- bis 85-prozentige Überlebenschance, wenn sie die Therapie ein halbes Jahr durchhalte.

Das Mädchen, das im September 18 Jahre alt wird, hatte die Therapie gegen den Tumor im Lymphsystem den Angaben zufolge im November begonnen, sei dann aber geflüchtet.

Sie mache geltend, die Chemotherapie tue ihr nicht gut. (dpa)

[12.01.2015, 22:15:00]
Dr. Wolfgang P. Bayerl 
da kann Deutschland nur noch staunen!
hier würde eher auf die Ärzte geschimpft. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Weg frei für GroKo-Gespräche – Schulz verspricht Nachverhandlungen

Es war eine Zitterpartie: Weniger als 60 Prozent der SPD-Delegierten auf dem Parteitag stimmten Gesprächen zur Bildung einer große Koalition zu. Nun soll weiterverhandelt werden – auch in Sachen Gesundheit. mehr »

Neuropathie-Test 2.0 – Handy-Vibration ersetzt Stimmgabel

Es genügt ein Handy mit Vibrationsfunktion: An den Fuß eines Diabetespatienten gehalten, zeigt es Forschern zuverlässig an, ob dieser an einer peripheren Neuropathie leidet. mehr »

Pflegerat fordert 50.000 Stellen für die Krankenhäuser

Was hat die Pflegepolitik bewirkt? Die Meinungen sind gespalten: Gesundheitsminister Gröhe lobt die Erfolge der Koalition in der Pflegepolitik. Der Pflegerat hält dagegen. mehr »