Ärzte Zeitung, 17.06.2015

Autofahrt

MP3-Player ist kein Mobiltelefon

WALDBRÖL. Ärzte, die beim Autofahren Diktate erledigen wollen, sollten hierfür anstelle ihres Smartphones lieber einen MP3-Spieler benutzen. Dann laufen sie nicht Gefahr, wenn sie erwischt werden, ein Bußgeld zahlen zu müssen.

So jedenfalls sehen es die Richter des Amtsgerichts Waldbröl im Oberbergischen Kreis. Die sprachen kürzlich einen Autofahrer frei, der beim Autofahren sein iPod in der Hand gehalten und als Diktiergerät genutzt hatte.

Mit Erfolg wehrte sich der Fahrer gegen den Vorwurf der Polizei, er habe beim Autofahren ein Mobiltelefon genutzt.

Und die Richter gaben ihm Recht. Das Gerät sei kein Mobiltelefon, befand das Amtsgericht. Telefonieren könne man damit allenfalls unter Zuhilfenahme einer zusätzlichen Software oder über das Internet.

Eine Ausweitung des Verbots, am Steuer zu telefonieren, auf andere Geräte sei unzulässig. (mwo)

Az.: 44 OWI-225 Js 1055/14-121/14

Topics
Schlagworte
Recht (12704)
Panorama (32715)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Hunde im MRT hygienischer als bärtige Männer

Ist es hygienisch, Hunde in MRT-Scanner zu legen, mit denen primär Menschen untersucht werden? Ja, legt eine Studie nahe: Bärtige Männer bergen höhere Kontaminationsrisiken. mehr »

Starke Konzentration wird im Fall Valsartan zum Klumpenrisiko

Noch ist die Risikobewertung im Fall Valsartan nicht abgeschlossen. Aber der Vorgang zeigt die Risiken der starken Marktkonzentration. mehr »

Die Gesundheit der Bombenkinder

Seit Jahrzehnten berichten viele Hibakusha – so nennt Japan seine Atombombenopfer – regelmäßig vor Schülern und Interessierten aus dem In- und Ausland von dem Grauen, das sie und ihre Angehörigen erlebten. mehr »