Ärzte Zeitung online, 13.03.2017

München

Vergleich im Prozess um Tod nach EKT?

MÜNCHEN. Beim Landgericht (LG) München I wird es in einem Verfahren wegen des Todes eines 63-jährigen Patienten möglicherweise einen Vergleich geben. Das teilte das LG auf Anfrage mit. Medienberichten zufolge war der Mann 2011 im Zusammenhang mit einer Elektrokrampftherapie (EKT) an einer Münchner Klinik gestorben. Dessen Witwe klagte wegen Behandlungsfehlern gegen einen Klinik- und einen Hausarzt. Die Forderung beziffert sich auf 150.000 Euro.

Der Mann habe die Behandlung wegen einer Depression erhalten. Eine vorhandene Vorschädigung der Aorta sei der Klinik nicht bekannt gewesen. Es werde angenommen, dass diese der Grund war, dass der Patient nach wenigen EKT-Behandlungen an einem Kreislaufkollaps starb.

Sein Hausarzt habe von der Gefäßschädigung aber Kenntnis gehabt. Er habe der Klinik auf Anfrage jedoch nicht die vollständigen, relevanten Unterlagen zugesandt. Auch der Patient selbst soll von dem Aortenproblem nichts gewusst haben. (cmb)

Topics
Schlagworte
Recht (12764)
Bayern (928)
Krankheiten
Depressionen (3296)
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Demenz in D-Moll

Mit Demenzpatienten im Konzert? Viele Angehörige scheuen das. Das WDR-Orchesters bietet beiden eine ganz besondere Konzertreihe - mit drei verschiedenen Formaten. mehr »

Wird die Apple Watch zum Herzrhythmus-Monitor?

Die neue Smartwatch von Apple verfügt über einen EKG-Sensor. Über eine weitere App erkennt sie Vorhofflimmern. Wie sehen mögliche Einsatzszenarien aus? mehr »

Abtreibungsgegner darf Ärzte nicht Mörder nennen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat einem katholischen Abtreibungsgegner Grenzen für Kritik an Ärzten aufgezeigt, die Schwangerschaftsabbrüche anbieten. mehr »