Ärzte Zeitung online, 11.05.2017
 

Hessen

Abrechnungsbetrug? Ärztin vor Gericht

FRANKFURT/MAIN. Eine Allgemeinmedizinerin aus Hessen soll im großen Umfang bei der Abrechnung von Leistungen betrogen haben. Dadurch sei ein Schaden von fast 370.000 Euro entstanden, teilte die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Gegen die Ärztin wurde Anklage wegen gewerbsmäßigen Betruges in 14 Fällen und gewerbsmäßiger Urkundenfälschung in 153 Fällen erhoben. Die 54-Jährige aus Mittelhessen soll zwischen 2010 und 2013 nicht vorgenommene Behandlungen abgerechnet und dafür unter anderem die Unterschriften ihrer Patienten gefälscht haben. Der Fall war 2011 ins Rollen gekommen, nachdem die KV Hessen Unstimmigkeiten bei der Abrechnung festgestellt und Anzeige erstattet hatte. Die Ermittler durchsuchten daraufhin die Praxisräume und die Wohnung der Ärztin und befragten rund 150 Patienten.(dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Fettsäurehypothese bei MS erhält neue Nahrung

Ist eine ungesunde Ernährung einer der Gründe, weshalb manche Menschen an MS erkranken? Es mehren sich jedenfalls Hinweise für einen entscheidenden Einfluss auf die Darmflora. mehr »

Wie Grippeviren ihr Erbgut steuern

Forscher haben nachgewiesen, wie Gene von Influenza-A-Viren an- und abgeschaltet werden. Die Erkenntnisse sollen die Entwicklung neuer Therapien vorantreiben. mehr »

6000 Euro Strafe für Informationen über Abtreibung

Wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche hat das Amtsgericht Gießen am Freitag eine ortsansässige Allgemeinärztin zu 6000 Euro Geldstrafe verurteilt. mehr »