Ärzte Zeitung online, 29.08.2017

Millionen-Betrug

Illegale Arznei in Westafrika beschlagnahmt

LYON. Ein internationales Ermittlerteam hat in Westafrika illegale Medikamente mit einem Umsatzwert von ungefähr 18,5 Millionen Euro beschlagnahmt. Bei Razzien durchsuchten Polizei, Zoll und Gesundheitsbehörden in insgesamt sieben Ländern – darunter Burkina Faso, Mali, Nigeria und die Elfenbeinküste – Märkte, Geschäfte, Apotheken, Warenlager und illegale Fabriken, wie die internationale Polizeiorganisation Interpol vor Kurzem in Lyon mitteilte.

Dabei fanden die Ermittler 41 Millionen Tabletten und 13.000 Kartons mit illegalen pharmazeutischen und medizinischen Waren. Versteckt waren diese etwa in Lastern, die Früchte transportierten. Darunter fanden sich unter anderem Antibiotika, Malaria-Medikamente und Schmerzmittel.

Außerdem wurden Geräte zum Bedrucken und Verpacken von Arzneimitteln sichergestellt. Ermittelt wird gegen etwa 150 Personen, von denen mehrere festgenommen wurden. Interpol hatte die Operation koordiniert. (dpa/mh)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Spahn bringt TSVG im Kabinett auf den Weg

16.51Das Kabinett hat den Entwurf des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) durchgewunken. Es enthält einige Änderungen – auch für Ärzte. mehr »

Viele falsche Vorstellungen, was Krebs verursacht

Stress, Handystrahlen und Trinken aus Plastikflaschen lösen Krebs aus, denken viele fälschlicherweise. Die wahren Risikofaktoren kennt nur jeder Zweite, so eine Studie. mehr »

Die übersehene Speiseröhren-Entzündung

Lange glaubte man, die eosinophile Ösophagitis komme nur selten vor. Inzwischen zeigt sich: Es gibt immer mehr Patienten mit dieser chronischen Entzündung der Speiseröhre. mehr »