Ärzte Zeitung, 02.07.2009

Schwerkranke wählen PKV-Basistarif

Zahlen des Krankenversicherers Signal Iduna  anhand fiktiven Risikozuschlags

DORTMUND (iss). Den neuen Basistarif der privaten Krankenversicherer (PKV) wählen offensichtlich vor allem Menschen mit einem vergleichsweise schlechten Gesundheitszustand. Das zeigen die Erfahrungen der Signal Iduna Krankenversicherung. Zurzeit sind bei der Signal Iduna rund 700 Versicherte im Basistarif, von ihnen hatten 600 vorher keinen Versicherungsschutz. "Fast 80 Prozent von ihnen sind älter als 50 Jahre alt", berichtet Vorstandsmitglied Dr. Karl-Josef Bierth.

Zwar dürfen die PKV-Unternehmen von Versicherten im Basistarif bei Vorerkrankungen keine Risikozuschläge verlangen oder Leistungen ausschließen. Sie erheben aber trotzdem den Gesundheitszustand der Kunden und legen eine Art fiktiven Risikozuschlag fest - nicht zuletzt für den branchenweiten Poolausgleich. "Fast 90 Prozent der Versicherten im Basistarif haben bei uns einen extrem hohen Risikozuschlag, sind also schwer krank", sagt Bierth. Ob das für die gesamte Branche repräsentativ ist, lässt sich noch nicht sagen. Nach Angaben des PKV-Verbands werden hierüber erst im Oktober Zahlen vorliegen.

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