Ärzte Zeitung, 26.10.2010

apoBank reagiert auf Ermittlungen gegen Geschäftspartner

apoBank reagiert auf Ermittlungen gegen Geschäftspartner

Die apoBank-Zentrale in Düsseldorf: Ärger mit der Immobiliengesellschaft Licon.

© apoBank

DÜSSELDORF (ava). Die Apotheker- und Ärztebank (apoBank) hat Konsequenzen aus den staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen ihren Geschäftspartner, die Leipziger Immobiliengesellschaft Licon, gezogen.

Dieser Tage sind zwei Licon-Gesellschafter und ein leitender Mitarbeiter wegen Betrugs und Steuerhinterziehung verhaftet worden. Das Unternehmen bietet über die Vermittlung seiner Tochterfirma Medicon Kunden der apoBank denkmalgeschützte Immobilien zum Kauf an.

Bis zur vollständigen Klärung aller Vorwürfe sind nach Angaben der apoBank zwei Vertriebsleiter, die auf Bank-Seite mit Medicon und Licon zu tun hatten, beurlaubt worden. Außerdem biete die Bank ihren Kunden zurzeit Licon-Anlagen nicht aktiv zum Kauf an.

In der vergangenen Woche hatten Staatsanwälte, Steuerfahnder und Polizeibeamte bundesweit die Büros von Licon durchsucht und zwei geschäftsführende Gesellschafter sowie einen Mitarbeiter der Firma in Untersuchungshaft genommen.

Anlass für die Ermittlungen war die Klage eines Licon-Gesellschafters gegen zwei seiner Mitgesellschafter und einen leitenden Mitarbeiter. Der Vorwurf: Betrug und Steuerhinterziehung in Millionenhöhe. Kunden, Lieferanten und Banken sind nach Angaben von Licon nicht betroffen. Auch mit der apoBank führten die Ermittler unterdessen Gespräche.

Lesen Sie dazu auch:
Apobank beurlaubt Vorstand wegen Ermittlungen

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Bei Diabetikern wird der HbA1c-Wert nicht oft genug kontrolliert

Eigentlich sollten Ärzte mindestens zweimal im Jahr den HbA1c-Wert bei Typ-2-Diabetikern bestimmen. Bei jedem vierten Patienten messen sie ihn aber nur einmal oder gar nicht. mehr »

SPD will "Ende der Zwei-Klassen-Medizin"

14:10 Nach der knappen Abstimmung pro GroKo-Verhandlung geht es nun darum, die auf dem SPD-Parteitag angesprochenen "Nachbesserungen" in den Koalitionsvertrag reinzuverhandeln. KBV und Hartmannbund reagieren skeptisch. mehr »

Beunruhigend hohe Zahlen in der Altenpflege

Altenpflegekräfte fehlen fast doppelt so oft wegen psychischer Erkrankungen wie andere Beschäftigte, heißt es im länderübergreifenden Gesundheitsbericht für Berlin und Brandenburg. mehr »