Ärzte Zeitung online, 30.06.2017

Unternehmen

Philips baut Medizintechnik mit Übernahme aus

AMSTERDAM.Der niederländische Elektrokonzern Philips stärkt sein Medizintechnikgeschäft. Vorstandschef Frans van Houten kündigte jetzt den Kauf des Unternehmens Spectranetics an, das unter anderem Venenkatheter und medizinische Lasergeräte herstellt. Die Firma mit Sitz in Colorado beschäftigt über 900 Mitarbeiter und will dieses Jahr den Umsatz auf bis zu 306 Millionen Dollar steigern. Spectranetics wird mit rund 1,9 Milliarden Euro bewertet. Zudem will Philips in den kommenden zwei Jahren eigene Aktien für bis zu 1,5 Milliarden Euro zurückkaufen und dann einziehen. Der Konzern kann dabei auf gut gefüllte Kassen zurückgreifen. Der Verkauf des LED-Bauteilegeschäfts Lumileds an den Finanzinvestor Apollo, der im Laufe dieser Woche abgeschlossen sein soll, sowie der Börsengang der Lichtsparte Philips Lighting brachten viel Geld.

Philips-Chef Van Houten erklärte, es gebe keinen Zusammenhang zwischen dem Spectranetics-Deal sowie dem Aktienrückkauf und Berichten über ein angebliches Interesse aktivistischer Investoren an Philips. Die "Times" hatte zuvor berichtet, der Hedgefonds Third Point nehme Philips ins Visier. Laut Van Houten gibt es keinen Kontakt zu dem Investor, der auch beim Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé eingestiegen ist.

Philips steckt seit Jahren im Umbau. Der Konzern, der früher für Unterhaltungselektronik bekannt war, konzentriert sich inzwischen auf Medizintechnik und Konsumgüter wie elektrische Zahnbürsten, Rasierer oder Haushaltsgeräte.(dpa)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Aktionsplan soll Gesundheitskompetenz stärken

15:00Gesundheitsinfos sind in vielfältiger Form der Bevölkerung heute zugänglich. Doch mit der richtigen Einordnung und Umsetzung hapert es oft. Das soll sich ändern. mehr »

Hepatitisviren lauern auf Fingernägeln und Nagelscheren

HBV-Infizierte sollten ihre Nagelscheren nicht mit anderen teilen – offenbar besteht ein Infektionsrisiko. Auch bei Zahnbürsten und Rasierapparaten gilt Vorsicht. mehr »

Infarktgefahr durch schnellen Anstieg von Stickoxiden

Hohe Stickoxidkonzentrationen in der Umgebungsluft können unter anderem das Herzinfarktrisiko erhöhen. Aber auch ein schneller NO-Anstieg scheint gefährlich zu sein. mehr »