Direkt zum Inhaltsbereich

E-Dampf

Branche warnt vor illegalen E-Joints

Die E-Zigaretten-Branche geht angesichts der Todesfälle in den USA in die Informationsoffensive. Sie befürchtet offensichtlich einen Imageverlust in Deutschland.

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:
Bunt und in manchen Fällen auch tödlich? In den USA sichergestellte, illegale E-Joints.

Bunt und in manchen Fällen auch tödlich? In den USA sichergestellte, illegale E-Joints.

© New York State Department of Health / VdeH

Berlin. Die Diskussion um unmittelbar tödliche Folgen des E-Zigaretten-Konsums in den USA ist längst nach Europa übergeschwappt. So legten zum Beispiel die europäischen Pneumologen zum ERS-Kongress in Madrid eine spontane Sondersitzung ein – verbunden mit einer klaren Absage an den E-Dampf.

Statt allgemeiner Panikmache vor den E-Zigaretten setzt die Branche lieber auf gezielte Aufklärung der Bevölkerung. Denn, so der Verband des eZigarettenhandels (VdeH), bei den insinuierten Lösungen handle es sich um illegale und gestreckte Cannabis-Produkte („E-Joints“), die auch in Deutschland nicht offiziell über die Ladentheke gehen dürften.

Verband will Abgrenzung verdeutlichen

Der VdeH warnt seinerseits vor dem Konsum illegaler „E-Joints“. Gleichzeitig betont er den fundamentalen Unterschied zur herkömmlichen E-Zigarette und mahnt die Aufklärung von Verbrauchern an.

VdeH-Vorsitzender Michael Dobrajc verdeutlicht: „‘E-Joints‘ sind keine E-Zigaretten. Rein äußerlich ähneln diese Cartridges zwar der herkömmlichen E-Zigarette, tatsächlich aber handelt es sich um zwei gänzlich verschiedene Produkte.“

Illegale ‚E-Joints‘ können einen unbekannten Cocktail aus Betäubungsmitteln, Pestiziden und anderen gesundheitsschädlichen Stoffen enthalten.

Michael Dobrajc, Vorsitzender des Verbandes des eZigarettenhandels

Im Fachhandel angebotene E-Zigaretten und nikotinhaltige Flüssigkeiten (Liquids) unterlägen gesetzlichen Kontrollen und einer strengen Regulierung, so Dobrajc. Für die „E-Joints“ gelte das nicht, ihre THC-haltigen Flüssigkeiten seien potenziell lebensgefährlich.

Sie sind auch dem Verband ein Dorn im Auge. „Illegale ‚E-Joints‘ können einen unbekannten Cocktail aus Betäubungsmitteln, Pestiziden und anderen gesundheitsschädlichen Stoffen enthalten. Wir raten deshalb dringend vom Erwerb und vom Konsum von ‚E-Joints‘ ab“, so Dobrajc.

Ausschlaggebend für die jüngsten Todesfälle in den USA sei laut Untersuchungen von US-Behörden der Einsatz zähflüssiger Streckmittel, die sich ausschließlich in den THC-haltigen Ölen für „E-Joints“ fänden.

Laut übereinstimmenden Berichten handle es sich dabei um Vitamin-E-Acetat, das sich nicht für die Inhalation eigne und Käufern einen hohen THC-Gehalt suggerieren sollte. Solche fetten Öle (Lipide) könnten zu einer Lipidpneumonie führen. Reguläre Liquids in Deutschland enthielten keine Lipide, betont der Verband.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Unternehmen

US-Konzern NVIDIA beteiligt sich an Doctolib

Praxismanagement

Arzt und Unternehmer: Chirurg in Ostwestfalen auf Expansionskurs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: dem Finanzdienstleister MLP SE, Wiesloch
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Esteban Roman Garcia hat einen modernen OP eingerichtet, mit allen erforderlichen Geräten, um effizientes Arbeiten zu ermöglichen.

© privat

Praxismanagement

Arzt und Unternehmer: Chirurg in Ostwestfalen auf Expansionskurs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: dem Finanzdienstleister MLP SE, Wiesloch
Logo vom ÄrzteTag extra der Ärzte Zeitung mit dem Porträt des Podcast-Gesprächspartners Reinhard Pfingsten von der apoBank

© apoBank

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deutscher Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Änderungsantrag beschlossen

Bundestag verschärft Terminmeldepflicht für Praxen

Lesetipps
Lipoprotein(a)-Partikel

© Juan Gärtner / stock.adobe.com

Cholesterin

Intensive LDL-Senkung bei hohem Lp(a): Warum das schwierig werden kann