Ärzte Zeitung, 12.11.2014

Versicherungstipp

Rechtsschutz: Oft auch nach der Kündigung

KÖLN. Auch wer seine Rechtsschutzpolice gekündigt hat, kann unter Umständen auf den Versicherer zurückgreifen, wenn er vor Gericht einen Anspruch durchfechten will. Voraussetzung ist auf jeden Fall, dass der Schaden in die Zeit fällt, in der die Police noch lief.

"Es gibt in der Rechtsschutzversicherung eine Nachversicherungsfrist", sagt Christian Danner, Pressesprecher des Rechtsschutzversicherers Arag. Der Schaden darf bei der Arag allerdings nicht länger als drei Jahre zurückliegen. Außerdem muss der Versicherte zu dem Zeitpunkt den Versicherer bereits über den Versicherungsfall informiert haben.

"Es gibt eine Meldepflicht." Ihr hat der Kunde zum Beispiel Genüge getan, wenn er dem Unternehmen mitgeteilt hat, dass er erst einmal anwaltlichen Rat einholen will. Es macht nichts, wenn er sich danach gegenüber dem Versicherer nicht mehr gerührt hat.

Um zu wissen, ob trotz der Kündigung Versicherungsschutz besteht, sollte der Kunde vor einer Klage unbedingt mit dem Versicherer Kontakt aufnehmen, rät Danner. Denn es geht immer um eine Einzelfallbetrachtung. Grundsätzlich ist ein Blick in die Versicherungsbedingungen empfehlenswert. (iss)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

In welchem Alter die Lust an Bewegung schwindet

Kinder bewegen sich viel, rennen und toben gerne. Das ändert sich, wenn sie älter werden. Bislang dachte man, dass der Wandel mit der Pubertät einsetzt – doch weit gefehlt. mehr »

Ärzte wollen nicht klein beigeben

Beim bundesweiten Protesttag gegen das Terminservicegesetz haben sich niedergelassene Ärzte über alle Fachgruppen einig in ihrer Ablehnung gezeigt. mehr »

Dicke Luft um Grenzwerte

In die Debatte um gesundheitliche Auswirkungen von Luftschadstoffen haben sich weitere Politiker und Ärzte eingeschaltet. SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach sieht keinen Anlass, die Grenzwerte zu verändern. mehr »