Ärzte Zeitung, 03.06.2016

Unfallversicherung

Teure verletzte Profi-Sportler

STUTTGART. Die Verletzungsanfälligkeit von Profi-Sportlern sorgt bei der gesetzlichen Unfallversicherung der Athleten (VBG) für Kosten in Millionenhöhe. Rund zehn Millionen Euro an Heilbehandlungskosten und Entgeltersatzleistungen seien in der Saison 2014/15 geleistet worden, ergab eine am Donnerstag veröffentlichte VBG-Studie.

Demgegenüber stehen allerdings auch Einnahmen. Über deren Höhe konnte die VBG keine genauen Angaben machen.

Im Bereich Sport sei grundsätzlich jeder bei der VBG versichert, der 200 Euro netto im Monat verdiene, sagte eine Sprecherin.

Dazu hat die Versicherung in den Sportarten Fußball, Handball, Basketball und Eishockey die Verletzungen und den Arbeitsausfall von 3500 Spielern der beiden jeweils höchsten deutschen Ligen ausgewertet. Demnach verletzten sich fast 80 Prozent aller eingesetzten Spieler mindestens einmal pro Saison.

"In der Saison 2014/15 fehlten die Spieler ihren Clubs verletzungsbedingt mehr als 200 Jahre", heißt es in der Studie.Auffällig ist vor allem, dass sich rund 60 Prozent aller Verletzungen im Fußball, Handball und Basketball während des Trainings ereigneten.

Im Eishockey liegt diese Quote bei 30 Prozent - was laut Studie daran liegen könnte, dass wegen der "eingeschränkten Verfügbarkeit" nicht so häufig auf Eis trainiert werden kann.

Die allgemeinen Gründe für die Verletzungsanfälligkeit sehen Wissenschaftler vor allem in falschem Training und der mangelnden Kondition vieler Sportler.Wenig überraschend sind die am häufigsten von Verletzungen betroffenen Körperregionen der jeweiligen Sportarten.

Im Fußball ist das der Oberschenkel (21 Prozent), im Handball das Knie (15 Prozent), im Eishockey der Kopf (18 Prozent) und im Basketball das Sprunggelenk (20 Prozent). (dpa)

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