DGIM

Bei Sepsis-Verdacht dürfen Ärzte keine Zeit verlieren!

BERLIN (gvg). Eine rasche und leitliniengemäße Therapie kann bei Sepsis-Patienten die Sterberate deutlich senken. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) zum Jahresauftakt hingewiesen.

Veröffentlicht: 27.01.2010, 05:00 Uhr

Privatdozent Christian Wrede, Leiter des Interdisziplinären Notfallzentrums am Helios-Klinikum Berlin-Buch, verwies bei einem DGIM-Gespräch auf aktuelle Daten aus einer internationalen Beobachtungsstudie zur Sepsis. "Die Ergebnisse zeigen, dass allein die Einhaltung der Leitlinien zur Sepsis-Therapie die Sterblichkeit bei schwerer Sepsis um 5,4 Prozentpunkte senken kann", so Wrede.

Die aktuellen Sepsis-Leitlinien empfehlen vor allem eine frühe Flüssigkeitssubstitution und eine ebenfalls frühe Therapie mit einem Breitspektrumantibiotikum. Bei klinisch schweren Verläufen sollte außerdem der Einsatz von aktiviertem Protein C erwogen werden. Entscheidend sei, gefährdete Patienten früh zu erkennen. Interdisziplinäre, internistisch geführte Notaufnahmen seien dafür besonders geeignet, so Wrede bei der Veranstaltung im Vorfeld des 116. Deutschen Internistenkongresses in Wiesbaden (10. bis 14. April 2010).

Sowohl Infektionen und Sepsis als auch Notfallmedizin und Intensivmedizin sind Schwerpunkte des diesjährigen Kongresses.

www.dgim2010.de

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