Compamed - auf dem Parkett der Innovatoren

Die Zulieferer sichern der Medizintechnikbranche die Basis für Innovationen. Auf der Zulieferermesse sehen Besucher die Trends von morgen.

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:
Den meisten Innovationen bei Medizinprodukten gehen intensive Forschungsphasen auf Seiten der Zulieferer voraus.

Den meisten Innovationen bei Medizinprodukten gehen intensive Forschungsphasen auf Seiten der Zulieferer voraus.

© Messe Düsseldorf / Tillmann

DÜSSELDORF. Die Zuliefererindustrie ist so etwas wie die Lebensader der Medizintechnikbranche. Denn jede medizintechnische Innovation ist ein genau getaktetes Zusammenspiel vieler Komponenten.

Wohin die Trends der gewieften Entwickler gehen, davon können sich Besucher der Zulieferermesse Compamed - High tech solutions for medical technology in den Hallen 8a und 8 b noch bis Freitag einen Eindruck verschaffen.

Die Compamed ist so etwas wie der Marktplatz für Ingenieure, Entwickler und Einkäufer der weltweiten Medizintechnikbranche.

Das komplette Programm der Medizintechnik

Im Zusammenspiel mit der Medica bildet die Compamed die gesamte Wertschöpfungskette für Medizintechnik ab - vom einzelnen Bauteil über Messverfahren zur Qualitätsprüfung bis zum steril verpackten Endprodukt.

Ein Rundgang über die Ausstellerstände auf der Compamed offenbart, dass die Entwicklungen im Materialbereich aktuell besonders rasant sind.

Hier bieten Aussteller mittlerweile sogar Implantatmaterialien an, die sich fest definiert im Körper auflösen - je nach Einsatzgebiet und Aufgabe mit einer Haltbarkeit von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren.

Ebenfalls hochinnovativ ist künstliches Knochenmaterial, das wie eine Füllmasse direkt dort eingespritzt werden kann, wo es gebraucht wird - etwa als Implantat-"Unterbau" im Bereich des Kiefers oder der Wirbelsäule.

Abbaubare Implantate

Effektiv eingesetzt werden können viele Materialien allerdings erst im Zusammenspiel mit einem adäquaten Verarbeitungsverfahren.

Auch hier bieten die Aussteller passende Lösungen an. Zum Aufbau komplex geformter Schädelteile aus bioresorbierbarem Keramikmaterial zum Beispiel kommen Laserverfahren zum Einsatz.

Diese erlauben es, den Ausgangsstoff schichtweise aufzuschmelzen und zwar auf Basis einer exakten Abbildung des Schädelteils mittels CAD, der rechnergestützten Konstruktion.

Auf diese Weise entsteht ein abbaubares Implantat, das in vielen Fällen vorteilhafter ist als ein Metallimplantat.

Sterile Verpackungen

Die zunehmende Miniaturisierung von Bauteilen stellt unterdessen hohe Anforderungen an die Qualitätskontrolle. Dies dürfte auch dieses Jahr wieder Thema an den Compamed-Ständen sein.

Denn die Aussteller treten den Beweis an, dass sich mit ihren Lösungen zur Qualitätsüberprüfung selbst Normabweichungen im Mikro- und Nanobereich zuverlässig erfassen lassen - zum Beispiel mittels multisensorischer optischer und taktiler Messverfahren.

Ihr großes Innovationspotenzial demonstrieren die Zulieferer auch am Beispiel von Verpackungen. Hier präsentieren Hersteller Lösungen zur Verpackung steriler Produkte, was im Übrigen bedingt, dass die Verpackungen ebenfalls unter Reinraumbedingungen produziert werden.

Hallen 8a und 8b

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