DGIM

Neue Ansätze zum Schutz der Organe

Hemmung des Prorenins und Aktivierung des AT2-Rezeptors - Neues zum Organschutz.

Von Heinz Dieter Rödder Veröffentlicht:

Das Renin-Angiotensin-System bietet weitere Ansätze, Erkrankungen des kardiovaskulären Systems entgegen zu wirken. Zwei Ansätze hat Professor Thomas Unger aus Berlin in Wiesbaden vorgestellt. Der eine Ansatz beruht auf einem zellulären Rezeptor für Renin und das Vorläufer-Protein Prorenin. Nach der Bindung werden sie aktiviert und können dann signifikant mehr (bei Renin) oder überhaupt erst (bei Prorenin) Angiotensin-Peptide generieren. Substanzen, die die Bindung von Prorenin oder Renin an den Reninrezeptor hemmen und damit die nicht-katalytische Aktivierung des Rezeptors verhindern, gibt es noch nicht. Nach solchen Hemmstoffen wird derzeit intensiv geforscht. Sie könnten eine neue Klasse von organprotektiven Arzneimitteln darstellen.

Der zweite Ansatz betrifft den Angiotensin-II-Subrezeptor AT2. Er wird oft mit "positiven" anti-proliferativen und anti-inflammatorischen Effekten in Verbindung gebracht. Bei der therapeutischen Beeinflussung dieses Rezeptors hat Unger von einem Erfolg berichtet. Seit kurzem gebe es eine sehr selektive, orale Substanz, die den AT2-Rezeptor gezielt aktiviert. Tierexperimente und Experimente mit Zellen belegten starke antiinflammatorische und gewebeschützende Effekte am Herzen, an Nieren und im Nervensystem, so Unger. Diese Substanz könne zu neuen Organprotektiva führen.

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