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Wenn der Knochen schon gebrochen ist

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Die häufigsten Verletzungen in der Alterstraumatologie sind Brüche im Bereich des Handgelenkes, gefolgt von hüftgelenksnahen Frakturen und proximalen Humerusfrakturen. Im Jahr 2005 bestand für hüftgelenksnahe Frakturen eine Inzidenz von 660 pro 100 000 in der Altersklasse über 65 und von 4000 pro 100 000 bei Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen. Durch die Überalterung der Gesellschaft ist in den nächsten Jahrzehnten mit einer erheblichen Zunahme der Frakturen zu rechnen. Während durch Brüche an den oberen Extremitäten die Mobilität alter Menschen nur wenig eingeschränkt ist, führen hüftgelenksnahe Frakturen unbehandelt zumeist zur Bettlägerigkeit. Wie Ärzte bei solchen Brüchen vorgehen sollten, berichtet Dr. Ingomar Lorenz vom Bethesda Krankenhaus in Stuttgart. Ganz wichtig dabei: Je schneller eine Op erfolgt, desto geringer ist die Letalität. Durchschnittlich 5,2 Prozent der Patienten sterben bei der Versorgung innerhalb 24 Stunden, 6,8 Prozent sind es bei einer Versorgung später als 48 Stunden.

Therapieziel bei alten Patienten ist eine möglichst belastungsstabile osteosynthetische Versorgung oder der endoprothetische Gelenkersatz. Erreicht werden soll eine rasche Mobilisierung und Rehabilitation, damit eine Rückkehr in die gewohnte häusliche Umgebung möglich ist, so Lorenz.

Bei den Op-Verfahren wird zwischen den osteosynthetischen und endoprothetischen Verfahren unterschieden. Das geeignete Op-Verfahren richtet sich dabei nach der Frakturlokalisation, der Bruchform, den Begleiterkrankungen und der Patientencompliance.

(eb)

Dr. Ingomar Lorenz spricht beim Symposium 314 "Sturzsyndrom im Alter" am 21. 11. zwischen 10 und 13 Uhr, Raum 18, 1. OG, CCD Pavillon.

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