Zu viel Kalzium schadet - auch bei Osteoporose

Veröffentlicht:

DÜSSELDORF (skh). Die Bedeutung der Kalzium-Supplementation bei Patienten mit Osteoporose hat sich gewandelt. Nach Angaben von Professor Johannes Pfeilschifter aus Essen belegen epidemiologische Studien, dass eine Kalziumzufuhr über 700 mg täglich keinen zusätzlichen Nutzen in der Frakturprophylaxe bringe.

Metaanalysen hätten sogar eine geringe Zunahme von proximalen Femurfrakturen bei sehr hoher Kalziumzufuhr belegt, so Pfeilschifter weiter.

Zudem mehrten sich die Hinweise, dass eine Kalziumsupplementierung unabhängig von einer Supplementierung mit Vitamin D möglicherweise mit einer erhöhten Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse einhergeht.

Eine Kalziumsupplementierung sei somit bis zum Vorliegen weiterer Studien nur noch ausnahmsweise bei einer sehr niedrigen Nahrungskalziumzufuhr von weniger als 700 mg täglich anzuraten.

Nicht geändert habe sich dagegen die Empfehlung einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin D, so Pfeilschifter. Ziel sei hier eine Serumkonzentration von mehr als 20 ng/ml 25-Hydroxy-Vitamin D3. Bei den meisten Risikopatienten könne dies über eine orale Supplementierung mit 1000 bis 2000 IE Vitamin D3 täglich.

Schlagworte:
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Charlotte Kleen

© Babett Ehrt/ Lichtbildwerkstatt

Porträt

Wie Charlotte Kleen Medizin in ihrer ganzen Breite kennenlernt

Mit 71 Patienten und Patientinnen konnte eine Per-Protokoll-Analyse durchgeführt werden. Diese zeigte, dass ASS den Leberfettanteil absolut um 5,9 Prozent reduziert hatte, nach Scheinbehandlung war er dagegen um 4,7 Prozent gestiegen.

© monticellllo / stock.adobe.com

Phase-II-Studie

Taugt ASS zur Behandlung der metabolischen Fettleber?

Mädchen geht chemischen Experimenten in einem Klassenzimmer nach, die Haare stehen ihr zu Berge.

© Andrey Kiselev / stock.adobe.com

Inkretinmimetika

GLP-1: Wie aus dem kleinen Hormon ein Rockstar wird