Masern

Zustimmung für Spahns Impf-Gesetz

Bundesärztekammerpräsident Montgomery unterstützt die Masern-Impfpflicht.

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WIESBADEN. Als wichtige Verordnung zum Wohle der Menschheit bezeichnete Bundesärztekammerpräsident Professor Frank Ulrich Montgomery den Gesetzentwurf zur Einführung einer Masern-Impfpflicht. „Ich halte es für einen echten Fortschritt, wenn es uns gelingt, eine Impfpflicht gegen Masern zu konstituieren“, sagte er bei der festlichen Abendveranstaltung im Rahmen des DGIM-Kongresses in Wiesbaden.

Noch am Sonntag hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) einen entsprechenden Entwurf vorgelegt, der für Eltern, die ihre schulpflichtigen Kinder nicht gegen Masern impfen lassen, ein Bußgeld von 2500 Euro vorsieht.

Montgomery rief aber auch dazu auf, sich mehr um das Thema Aufklärung zu kümmern. Man müsse sich intensiver als bisher mit zwei Gruppen beschäftigen, mahnt er:

  • Die motivierten Impfgegner, wobei er einräumte, dass es schwierig sei, mit diesen ins Gespräch zu kommen.
  • Viel größer sei aber die Gruppe der schlecht informierten Menschen. „Da können wir ganz viel tun“, appellierte er an die anwesenden Mediziner.

Auch Dr. Volker Westerbarkey, Präsident der deutschen Sektion von Ärzte ohne Grenzen (MSF), warb indirekt für mehr Sensibilität beim Thema Impfen unter Medizinern. Weltweit wären viele Menschen „glücklich“, wenn sie überhaupt die Chance hätten, sich impfen zu lassen, sagte er. „Wie absurd scheint es da, dass sich Menschen hier gegen schwere und leicht vermeidbare Krankheiten nicht impfen lassen.“ In Kriegsregionen sei etwa Diphterie ein großes Problem. (reh)

Lesen Sie dazu auch: Kritik an Impfpflicht: Spahn verteidigt Bußgelder gegen Impfgegner

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