ß2-Mimetikum aktiviert ß2- und Steroid-Rezeptor

MANNHEIM (otc). Neue Erkenntnisse bestätigen, dass eine gleichzeitige Therapie mit inhalativen Steroiden (ICS) und langwirksamen ß2-Mimetika sinnvoll ist. Denn antiobstruktive und antientzündliche Effekte scheinen nicht nur parallel abzulaufen, sondern sich auch gegenseitig positiv zu beeinflussen.

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Die Bedeutung der zeitgleichen Inhalation von Steroiden und langwirksamen ß2-Mimetika sei bereits seit Mitte der 90er Jahre bewiesen, erinnerte Professor Adrian Gillissen von der Robert-Koch-Klinik in Leipzig beim Pneumologenkongress. In den letzten Jahren sei das auch auf zellulärer Ebene nachgewiesen worden.

Der ß2-Rezeptor ist in der Zellwand lokalisiert und wird durch das ß2-Mimetikum aktiviert. Das führe zu einer Dilatation der Bronchialschleimhautmuskulatur, aber auch zu einer Aktivierung des Steroidrezeptors, erläuterte Gillissen auf einem Symposium, zu dem Asche Chiesi eingeladen hatte. Der Steroidrezeptor wandere daraufhin in den Zellkern. Dort kurbele er zum einen die Antiinflammation an und übe zum anderen positive Effekte auf den ß2-Rezeptor aus. Es sei daher nicht nur aus klinischer Sicht, sondern auch aus zellbiologischen Erwägungen sinnvoll, ein ICS und ein langwirksames ß2-Mimetikum zu kombinieren, so der Pneumologe.

Ende letzten Jahres sei ein drittes inhalatives Kombinationspräparat mit Beclometason und Formoterol zugelassen worden, sagte Gillissen. Die Wirkung der inhalativen Fixkombination, vom Unternehmen als Foster® angeboten, ist beim Vergleich mit Budesonid plus Formoterol und Fluticason plus Salmeterol in Phase-III-Studien nachgewiesen worden (Eur Resp J, online vorab). Bei den Patienten wurde der morgendliche Peak-Flow und die Einsekundenkapazität bestimmt.

Ergebnis: Bei allen Kombinationen besserten sich die beiden Parameter signifikant im Vergleich zum Ausgangswert. Zudem gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen der neuen Fixkombination und den anderen Präparaten.

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