Chirurgie

28 000 Einwohner von Jakarta in Notfallstationen behandelt

JAKARTA (dpa/ag). Die Zahl der Todesopfer bei den schweren Überschwemmungen in der indonesischen Hauptstadt Jakarta sowie in der Umgebung ist am Dienstag auf mindestens 46 gestiegen.

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Allein in Jakarta starben mindestens 36 Menschen, in benachbarten Provinzen auf der Insel Java kamen weitere zehn Menschen bei Überschwemmungen und Erdrutschen ums Leben. Die angespannte Lage wurde durch weitere Regenfälle in der Nacht noch verschärft. Nach Berichten örtlicher Medien sind erneut Straßen durch die Wassermassen unpassierbar und weitere Stadtteile von der Außenwelt abgeschnitten.

Rettungsteams versuchten, die eingeschlossenen Bewohner zu evakuieren. Mehr als 340 000 Menschen im Großraum Jakarta mussten ihre Häuser bereits verlassen. Während in einigen Straßen der Stadt das Wasser noch bis zu vier Meter hoch steht, erlaubt ein Rückgang der Flut in anderen Stadtteilen nach Behördenangaben mehr als 115 000 Menschen die Heimkehr in ihre Häuser.

Strom- und Wasserversorgung sind vielerorts zusammengebrochen. Die Behörden warnten vor dem Ausbruch von Seuchen wie Typhus oder Cholera. Tausende Bewohner Jakartas suchten auch gestern mit hochwasser-bedingten Erkrankungen wie Hautausschlag, Atemwegs- oder Magen- und Darmproblemen Hilfe an den Notfallstationen.

Nach Angaben des indonesischen Gesundheitsministeriums wurden dort bereits mehr als 28 000 Menschen behandelt. Wie die Polizei mitteilte, kamen die meisten Todesopfer in Jakarta durch Ertrinken, Stromschläge oder Unterkühlung ums Leben.

Meteorologen sagten neue Regenfälle für die Region voraus. Die Behörden befürchten, dass dadurch weitere Flüsse über die Ufer treten könnten. Das Hochwasser war am vergangenen Donnerstag durch sintflutartige Monsunregenfälle verursacht worden. Von dem Hochwasser sind etwa 70 Prozent der Millionen-Metropole Jakarta und ihrer Umgebung betroffen; insgesamt leben in dem Gebiet rund 18 Millionen Menschen.

Das DRK hat dem Indonesischen Roten Kreuz Hilfe angeboten. Dieses hat 15 000 freiwillige Helfer mobilisiert, um vor allem die Menschen in den Elendsvierteln zu unterstützen.

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