Direkt zum Inhaltsbereich

Regeneration

3D-Druck baut abgenutzten Knorpel auf

Tissue Engineering mit 3D-Druck eröffnet breite Anwendungen in der Regenerativen Medizin.

Veröffentlicht:

MÜNCHEN. Zur Wiederherstellung von Knorpel haben Forscher Mikrofaser-Gerüste aus dem 3D-Drucker und Hydrogele kombiniert (Nature Communications 2015, online 28 April).

In solchen "scaffolds" könnten Knorpelzellen wachsen, wird in einer Mitteilung der Technischen Universität München berichtet.

Die Materialkombinationen zeigten eine zu Kniegelenks-Knorpel vergleichbare Elastizität und Steifigkeit. Zudem unterstützten sie das Wachstum und die Vernetzung der Gewebezellen.

Eine Schlüsselrolle spielt die 3-D-Drucktechnik des Melt Electrospinning Writing. Es ermöglicht die Herstellung von Strukturen, die mechanische Steifigkeit und Raum für Zellwachstum gewährleisten. Damit könne die Art und Weise, wie die Natur Gelenkknorpel baut, genauer nachgeahmt werden.

Ein weiches Gel - Proteoglykane oder ein biokompatibles Hydrogel - wird mit einem Netz aus sehr dünnen Fasern verstärkt. Die mit Electrospinning Writing hergestellten Gerüstfasern können bis zu fünf Mikrometer im Durchmesser dünn sein - 20-mal dünner als die Fasern herkömmlicher Methoden.

Experimente in künstlicher Matrix

Die Entwicklung, Herstellung und mechanische Prüfung der Hydrogel-Faserverbundwerkstoffe wurde ergänzt durch Vergleiche mit Kniegelenkknorpel von Pferden, Experimente mit dem Wachstum menschlicher Knorpelzellen in der künstlichen Matrix und Computersimulationen.

Nachdem die Forscher das Computermodell der Hydrogel-Faserverbundwerkstoffe validiert hatten, beurteilten sie damit unterschiedliche Anwendungen.

Das neue Verfahren sei nicht nur für die Reparatur von Gelenken vielversprechend, sondern auch für die Rekonstruktion der Brust nach einer Amputation - etwa bei einer Krebstherapie - oder für die Züchtung von Herzgewebe.

Das Gerüst wird unter den Muskel implantiert, dann könnten mit dem faserverstärkten Hydrogel großen Mengen an Brustgewebe oder biodynamisch stark belastbare Herzklappen regeneriert werden. (eb)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Differenzialdiagnostik bei Enthesiopathie

Wann Sehnenbeschwerden wahrscheinlich rheumatisch bedingt sind

Kommentar zu Folgen nach Borrelien-Infektion

Verworren verwirrende Krankheitsbilder

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Tab. 1: Verbesserung wichtiger Endpunkte nach 24-wöchiger randomisierter Behandlung mit Vimseltinib vs. Placebo (MOTION-Studie)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Tenosynoviale Riesenzelltumoren

Erste zugelassene systemische Therapie zeigt überzeugende Langzeiteffekte

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deciphera Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vergleich bei dreimonatiger Therapie-Zeit

Apixaban vs. Rivaroxaban: Welches DOAK hat das geringere Blutungsrisiko?

Exklusiv Bundesgesundheitsministerin im Interview

Nina Warken über Reformdruck: „So wie bisher kann es doch nicht weitergehen“

Lesetipps