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US-Analyse

Adenokarzinom dominiert bei Lungenkrebs

Die Lungenkrebsinzidenz sinkt. Das gilt aber nicht für alle histologischen Typen, wie eine US-Studie zeigt.

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Adenokarzinome bei Raucherinnen nehmen zu.

Adenokarzinome bei Raucherinnen nehmen zu.

© olly / fotolia.com

BETHESDA. Eine aktuelle US-Analyse zu Lungenkrebs und Rauchen haben jetzt Forscher um Dr. Denise Riedel Lewis vom National Cancer Institute (NCI) der USA vorgelegt. (Cancer 2014, online 11. August).

Danach gab es bereits in den frühen 1990er-Jahren bei der Lungenkrebs-Inzidenz einen Spitzenwert von 62 pro 100.000 Personenjahre . Seither sinkt die Inzidenz auf zuletzt 53 pro 100.000 Personenjahre im Jahr 2010.

Um 1980 dominierten Plattenepithelkarzinome mit 17 pro 100.000 Personenjahre; bis 2010 fiel die Rate auf 11 pro 100.000 ab. Hingegen sind Adenokarzinome seit Mitte der 1980er-Jahre der führende histologische Typ bei Lungenkrebs: mit einer Inzidenz von etwa 20 pro 100.000 im Jahr 2010.

Die Raten von Frauen und Männern konvergieren hier, der Gleichstand ist nahezu erreicht. Dabei ist der Trend bei Frauen steigend, bei Männern eher fallend.

Weniger kleinzellige Bronchialkarzinome

Die Inzidenz der kleinzelligen Bronchialkarzinome nahm ebenfalls ab: von 11 pro 100.000 (1980er-Jahre) auf 7 pro 100.000 (2010).

Mit verbesserter Subtypisierung und Klassifikation von Adenokarzinomen eröffnen sich neue therapeutische Möglichkeiten. Das gilt etwa für Tumoren, bei denen die Tyrosinkinase ALK (Anaplastic Lymphoma Kinase) exprimiert ist. ALK kann mit spezifischen Inhibitoren blockiert werden.

Auch Tumoren mit Mutationen des EGFR (Epidermal Growth Factor Receptor) lassen sich gezielt mit Tyrosinkinase-Hemmern oder monoklonalen Antikörpern behandeln.

Den seit 1965 sinkenden Zahlen von Zigarettenrauchern ist 20 Jahre später ein Rückgang der Lungenkrebs-Inzidenz gefolgt, so die Forscher.

Der Zeitpunkt des Rauchverzichts und die Veränderungen in der Zusammensetzung von Zigaretten hätten wahrscheinlich das Risikospektrum beeinflusst, das sich für die verschiedenen histologischen Tumortypen ergibt. (rb)

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Leichte Raucher im Irrtum

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