Adjuvantes Capecitabin bewährt sich bei Kolon-Ca

Veröffentlicht:

Die adjuvante Therapie mit dem oralen Zytostatikum Capecitabin ist bei fortgeschrittenem Kolon-Ca ähnlich effizient wie die Standardtherapie mit 5-Fluorouracil plus Folinsäure i.v. (5-FU / FS).

Jedoch treten mit Capecitabin (Xeloda®) vor allem schwere unerwünschte Wirkungen (Grad 3 / 4) wie Stomatitis, Hand-Fuß-Syndrom oder Neutropenie deutlich seltener auf.

Das belegt die im vergangenen Jahr veröffentlichte X-ACT-Studie (Xeloda in Adjuvant Colon Cancer Therapy), über die in Berlin das Unternehmen Hoffmann-La Roche informiert hat.

An der 24-wöchigen Studie hatten 1987 Patienten mit reseziertem Kolon-Ca im Stadium III (Lymphknotenbefall, keine Fernmetastasen) teilgenommen. Sie erhielten adjuvant Capecitabin oder 5-FU / FS. Nach im Mittel 3,8 Jahren Beobachtungszeit hatten in beiden Gruppen über 60 Prozent krankheitsfrei überlebt (NEJM 352, 2005, 2696). (eb)

Mehr zum Thema

Darmkrebs-Mortalität sinkt

Test auf okkultes Blut im Stuhl rettet Leben

Vergleichsstudie

Multitarget-Stuhltest verbessert Darmkrebs-Screening

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Allokation von Ressourcen in schwierigen Zeiten

Allgemeinmedizin, das ist „lebenslange Präzisionsmedizin“

Erstmal ohne Kioske, PVZ, Studienplätze

Lauterbach speckt geplantes Versorgungsgesetz massiv ab

Lesetipps
Klinische Daten sind spärlich: EM-Aufnahme von Phagen.

© Matthew Dunne / ScopeM / ETH Zürich

Viele Studien, wenig Evidenz

Phagentherapie – der lange Weg in die klinische Anwendung

Dr. Markus Wenning, Ärztlicher Geschäftsführer der Ärztekammer Westfalen-Lippe

© Sophie Schüler

Versorgungslage

Ärztemangel? Prognose: Schwindsucht