Alkohol ist gefährlicher als Cannabis

LONDON (ddp). Britische Forscher halten Alkohol und Tabak für gefährlicher als Cannabis und Ecstasy. Dies geht aus einer Beurteilung von legalen und illegalen Rauschmitteln hervor, in dem sowohl die körperlichen und sozialen Folgen des Missbrauchs berücksichtigt wurden.

Veröffentlicht:

Wie bereits frühere Studien stufen die Forscher Heroin, Kokain und Barbiturate sowie Methadon als die gefährlichsten Betäubungsmittel ein. Bereits auf Rang fünf folgt Alkohol, der vor allem wegen körperlicher Langzeitschäden und sozialer Folgen so weit vorne rangiert.

Der Klassifizierung liegen die Einschätzungen von etwa 40 britischen Suchtexperten zu Grunde, berichten Dr. David Nutt und seine Kollegen von der Universität Bristol (Lancet 369, 2007, 1047). Die beauftragten Chemiker, Apotheker, Polizisten, Psychiater sowie Ärzte beurteilten neun verschiedene Gefahren des Drogenmissbrauchs.

Dazu gehörten kurz- und langfristige körperliche Schäden, psychische und körperliche Abhängigkeit, berauschende Wirkung, Folgen für das soziale Umfeld und die öffentlichen Gesundheitskosten. Nutt und seine Kollegen erstellten in der Folge ein Gesamtranking, das alle diese Gefahren umfasst. Das Ergebnis: Von den 20 untersuchten Rauschmitteln rangiert Alkohol an 5., Tabak an 9., Cannabis an 11. und Ecstasy an 18. Stelle.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Urteil zur Substitutionsbehandlung

Methadon-Praxis darf nicht beliebig erweitert werden

Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Wirksamkeit in der klinischen Praxis von Brivaracetam über 12 Monate (alle Formen fokaler Anfälle)d

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Zusatzbehandlung fokaler Epilepsien

Effektivere Anfallskontrolle in der Kombinationstherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: UCB Pharma GmbH, Monheim
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Digitale Integration: In der elektronischen Patientenakte sollen sämtliche Befunde, Verordnungen und Behandlungsstationen eines Patienten gespeichert werden. Den mündigen Umgang damit, müssen viele erst noch lernen.

© Andrea Gaitanides / stock.adobe.com

Datenschutz im Praxisalltag

ePA 2026: Schutzlücken bleiben – wie sie im Alltag umschifft werden können

Ein Arzt tröstet eine Patientin.

© Anastasiya / stock.adobe.com

Kollegialer Rat

Empfehlungen für das Überbringen schlechter Nachrichten