Sportmedizin

Am Ende gab’s für die Sieger Pokale und ein Sixpack Bier

Veröffentlicht: 08.02.2006, 08:00 Uhr

Von Werner Hacker

"Anstrengend!" Dr. Jens-Uwe Bauer ringt nach Atem. Hinter dem Arzt aus Suhl im Thüringer Wald liegen 23 harte Kilometer, die er vom Start um 13 Uhr in Ettal bis zum Ziel in Oberammergau gut bewältigt hat. "Sehr zufrieden!", keucht er. Seine Leistung von einer Stunde und 56 Minuten ist zwar im Teilnehmerfeld des Wettbewerbs in klassischer Technik nicht die beste, doch zu den zeitschnellsten Läufern gehört Bauer allemal. So erhält er später im Rehazentrum "Frisia" einen von der Sandoz Pharmazeutical GmbH gestifteten Pokal.

Sein dritter Platz in seiner Altersklasse wird mit viel Beifall honoriert. Jedes Siegerlächeln im Saal zeigt: Alle haben sich schnell von den Strapazen erholt. Da Skilanglaufen durstig macht, spendiert eine Brauerei für die ersten Plätze jeweils ein Sixpack königlich-bayerisches Bier.

An der 11. Weltmeisterschaft im Skilanglauf für Ärzte und Apotheker über 50 und 23 Kilometer, integriert in den König-Ludwig-Lauf in Oberammergau, nahmen 150 Mediziner teil. Die sehr gut gepflegte Loipe fand Lob bei allen Athleten - zufrieden ließ sich der Chef des Laufs Hans Reicherl vom Veranstalterteam World Medical Cross Country ein erstes Weißbier schmecken, während sein Kollege Dr. Joachim Fischer aus Heigenbrücken die Sieger ehrte.

Charmant assistiert von den Sandoz-Mitarbeiterinnen Silvia Holosova, Anja Groß-Terlinden und Susanne Faust, überreichte Fischer, Präsident des Weltverbands der Triathlon-Ärzte und -Apotheker, die vielen Trophäen für die Sieger aller Altersklassen. Als Zugabe durfte ein herzliches Bussi auf die Wange nicht fehlen. Da strahlte etwa der Krankenhausapotheker Dr. Falko Schüllner aus Innsbruck. Bei seiner inzwischen vierten Teilnahme hatte sich der 31jährige nach eigenen Worten von Anfang an in der Loipe gequält. Jetzt ist es offiziell: "Dr. Schüllner - zweitbeste Zeit!".

Überglücklich war auch die Österreicherin Dr. Maria Leitner mit der Startnummer 5548. Bei den jüngsten Damen stand sie oben auf dem Siegertreppchen. Etwa fünf Minuten schneller als Leitner - allerdings in der mittleren Altersgruppe - war Dr. Barbara Alber aus Dettingen. Auf der Zielgeraden am Oberammergauer Sportplatz wird der famose Lauf der schwäbischen Zahnärztin mit Beifall gefeiert. Jetzt steht die auch im Winter-Triathlon oft erfolgreiche Sportlerin zufrieden im Blitzlicht der Kameras neben Joachim Fischer.

Über 4000 Athleten nahmen am traditionellen Ludwig-Lauf teil. Für die ausgepumpten Sportler aus Moskau, Prag, Wien, München, Würzburg und andernorts gab’s zwischendurch Mineralien und Vitamine. "Der Langlauf in freier oder in klassischer Technik setzt den Körper einer hohen Belastung aus", erläutert Sandoz-Mitarbeiterin Susanne Faust.

Daß alle Teilnehmer über die gewählte Distanz kamen, freute Veranstalter wie Sponsoren, darunter auch die Hexal-Arzneimittel AG. "Es gab nur den einen oder anderen Stockbruch, zum Glück jedoch keine einzige schlimme Verletzung", weiß Anja Groß-Terlinden von Sandoz. "Alle haben gut zusammen gearbeitet. Es herrschte eine rundum harmonische Stimmung." Die Botschaft der Ärzte und Apotheker an das begeisterte Publikum bei gutem Wetter im Ammertal lautete: Skilanglauf ist gesund, dient der Prävention und macht den Aktiven viel Spaß.

Die Skilanglaufmeisterschaft wurde flankiert von einem Symposion in der Fach-Klinik Frisia. Die Teilnehmer erörterten hier sportmedizinische Fragen rund um das Thema "Ausdauer".

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