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Antibiotikafreies Gel mindert Akne-Läsionen

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BERLIN (gvg). Resistenzen reduzieren die Wirksamkeit von Akne-Therapien mit Antibiotika. Experten mahnen daher bei Akne zur Zurückhaltung mit Antibiotika. Alternativen sind topische Retinoide und Benzoylperoxid (BPO).

"Die Rate resistenter Propioni- acne-Bakterien liegt mittlerweile bei 60 bis 70 Prozent", sagte Professor Falk Ochsendorf vom Zentrum der Dermatologie und Venerologie an der Universität Frankfurt. Am häufigsten sind das Erythromycin-Resistenzen, aber auch Tetracyclin- und Clindamycin-Resistenzen kommen vor.

Die Zunahme der Resistenzen und deren regionale Verteilung korreliere mit der Verschreibung von antibiotikahaltigen Akne-Therapeutika, so Ochsendorf auf einer von Galderma unterstützten Veranstaltung in Berlin. Klinisch sei das relevant. So gebe es speziell für Ery-thromycin-Gel zunehmend Daten, wonach es heute kaum mehr wirke - anders als etwa in den 1980er Jahren, als damit noch sehr gute Erfolge erzielt wurden. Ochsendorf plädierte dafür, die Indikation für eine antibiotische Therapie bei Acne vulgaris streng zu stellen: "Patienten mit Acne comedonica sollten keine topischen Antibiotika erhalten", so der Experte. Besser geeignet seien topische Retinoide und Benzoylperoxid (BPO). Werde bei Papeln oder Pusteln zusätzlich ein topisches Antibiotikum verordnet, dann sollten mindestens alle sechs Wochen Kontrollen erfolgen. "Bliebt eine Besserung aus, ist Absetzen ratsam", so Ochsendorf. Ferner sollte für die Langzeittherapie eine Kombination aus Retinoid und einer bakteriziden Substanz wie BPO bevorzugt werden.

In Studien sind diese Antibiotikafreien Kombinationen effektiv, wie Professor Harald Gollnick von der Universität Magdeburg berichtete. In einer Multicenter-Studie hatten 334 Patienten zwölf Monate lang Adapalen und BPO in Gelform als Fixkombination (Epiduo®) aufgetragen. Nach vier Monaten hatten sich die Läsionen um etwa 70 Prozent verringert. Bis zum Ende der Studie nach einem Jahr blieb diese Besserung bestehen.

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