Direkt zum Inhaltsbereich

Antikörper gegen B-Zellen wirkt lang bei Rheuma

FRANKFURT AM MAIN (hub). Das besondere an der Therapie mit dem Biological Rituximab ist die lange Wirksamkeit. Bei Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) hält die Wirkung ein halbes Jahr an.

Veröffentlicht:

Bekommen RA-Patienten zweimal eine Infusion von je 500 mg Rituximab (Mabthera®) innerhalb von zwei Wochen, halte die Wirkung ein halbes Jahr an. Bei einigen RA-Patienten wirkt das Biological sogar ein ganzes Jahr, hat Professor Gerd R. Burmester von der Charité in Berlin berichtet.

Der gegen B-Zellen gerichtete Antikörper ist auch in weiteren Zyklen wirksam, sogar stärker als nach dem ersten Zyklus, so Burmester bei einer Veranstaltung von Roche Pharma in Frankfurt am Main. So hatten in einer Studie zur Retherapie mit dem Antikörper von 99 Patienten mit schwerer RA nach dem ersten Behandlungszyklus 59 eine 20prozentige Besserung der Symptome.

Bei 29 Patienten besserten sich die Symptome um 50 Prozent. Wurde durch eine zunehmende Krankheitsaktivität ein zweiter Therapiezyklus nötig, hatten anschließend 72 Patienten eine 20- und 37 eine 50prozentige Besserung der Symptome - im Vergleich zur Zeit vor der Therapie.

Da während der Therapie durch die Entfernung der B-Zellen die Immunantwort eingeschränkt ist, sei bei Impfungen nicht mit einem Impferfolg zu rechnen, so Professor Thomas Dörner von der Charité. Vor einer Therapie sollte daher der Impfstatus geprüft und vervollständigt werden, empfahl Dörner. Und mit der Therapie sollte dann möglichst vier Wochen gewartet werden.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Informationskampagne

Wartezimmerplakate bieten Rheuma-Wissen to go

Differenzialdiagnostik bei Enthesiopathie

Wann Sehnenbeschwerden wahrscheinlich rheumatisch bedingt sind

Deutsche Real-World-Analyse

Frakturdiagnostik: Noch kann‘s Kollege KI nicht allein

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Pseudoresistenzen

Therapieresistente Hypertonie ist oft gar keine

Lesetipps
Nahaufnahme einer männliche Hand, die die Tagesdosen an Vitaminen, Medikamenten, Tabletten und Nahrungsergänzungsmitteln in eine Tablettenbox füllt.

© eliosdnepr / stock.adobe.com

NAKO-Studie

Jeder Vierte erhält offenbar mindestens ein inadäquates Medikament im Alter