Antikörper gegen Psoriasis setzt an T-Zellen an

BERLIN (gvg). Seit die Schuppenflechte zunehmend als eine Autoimmunerkrankung gesehen wird, gibt es immer neue Konzepte einer gezielten Immuntherapie. Der Antikörper Efalizumab setzt spezifisch an den T-Zellen an.

Veröffentlicht:

"Wir verstehen die Psoriasis heute als eine Erkrankung, bei der es zu einer überschießenden Immunantwort auf bislang noch nicht identifizierte Auto-Antigene kommt", sagte Dr. Sandra Philipp, die Leiterin des Psoriasis-Studienzentrums an der Charité Berlin am Campus Mitte.

Pathogenetisch führe wahrscheinlich eine Antigenpräsentation durch dendritische Zellen der Haut zu einer T-Zell-Aktivierung. Dies ende letztlich in einer Anreicherung diverser Zytokine, die die Gewebebiologie veränderten und für die typischen, klinisch sichtbaren Folgen wie Hyper- und Parakeratose verantwortlich seien, so Philipp bei einer von Serono unterstützten Veranstaltung in Berlin.

Seit diese Zusammenhänge bekannt sind, werden gezielte Antikörpertherapien entwickelt, die die überschießende T-Zell-Reaktion bremsen. Bewährt hat sich etwa die Therapie mit dem humanisierten Antikörper Efalizumab (Raptiva®).

Dieser bindet an das Oberflächenmolekül CD 11a. Das Molekül ist einerseits beteiligt an der Aktivierung der T-Zellen. Andererseits ist es auch zuständig für das Zusammenlagern der T-Zellen mit anderen Immunzellen.

Durch diese Doppelstrategie ist es in klinischen Studien gelungen, bei etwa einem Drittel der Patienten eine mindestens 75prozentige Verbesserung des Hautbefunds beim Psoriasis-Score PASI (Psoriasis Area and Severity Index) zu erreichen.

Der Score berücksichtigt Ausbreitung und Schwere der Schuppenflechte. Unter langfristiger Therapie kommt es bei bis zu 70 Prozent der Patienten zu einer Verringerung der Symptome.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Delphi-Konsensleitlinie

Evidenzbasierte Empfehlungen zum Management des Melasmas

Das könnte Sie auch interessieren
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Symptome, Ursachen und Therapie

© Evgeniya Markina | iStock (Symbolbild mit Fotomodell)

Trockene Augen

Symptome, Ursachen und Therapie

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Arzneimittelbasierte Wundsalben

© AndreyPopov | iStock

Optimale Wundheilung

Arzneimittelbasierte Wundsalben

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Erhöhtes Risiko für immunvermittelte Hautkrankheiten

© supawat bursuk | iStock

Übergewicht bei Kindern

Erhöhtes Risiko für immunvermittelte Hautkrankheiten

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
SCD-PROTECT-Studie-- Frühe Phase nach Diagnose einer Herzinsuffizienz – deutlich höheres Risiko für den plötzlichen Herztod als in der chronischen Phase.

© Zoll CMS

SCD-Schutz in früher HF-Phase

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: ZOLL CMS GmbH, Köln
Abb. 2: Schneller Wirkeintritt von Naldemedin im Vergleich zu Placebo in den Studien COMPOSE-1 und COMPOSE-2

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [15]

Opioidinduzierte Obstipation

Selektive Hemmung von Darm-Opioidrezeptoren mit PAMORA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Viatris-Gruppe Deutschland (Mylan Germany GmbH), Bad Homburg v. d. Höhe
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Zum Jahresstart

Das ändert sich 2026 für Praxen

Lesetipps
Eine ältere Frau ist gestürzt und liegt auf dem Boden.

© Rawpixel.com / stock.adobe.com

Gebrechliche Patienten

Hüft-Operation bei Herzpatienten: Wie sich Risiken minimieren lassen

Ein Arbeiter formt ein Metallschild mit der Aufschrift 2026

© flashmovie / stock.adobe.com

Neuerungen

Das gilt 2026 bei Abrechnung und Honorar