Antikörper verlängert Leben bei Darmkrebs

OTTAWA (ple). Bereits erfolglos behandelte Patienten mit Darmkrebs profitieren von einer zusätzlichen Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Cetuximab im Vergleich zu ausschließlich bester supportiver Behandlung.

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Wie eine kanadische Studie von Ärzten aus Ottawa ergeben hat, leben Patienten mit zusätzlicher Antikörpertherapie im Median fast zwei Monate länger als Patienten, die ausschließlich die beste supportive Therapie erhalten hatten (NEJM 357, 2007, 2040).

Beste supportive Therapie bedeutet palliativmedizinische Betreuung und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität. Durch die zusätzliche Cetuximab-Therapie lebten die Patienten im Median noch sechs Monate, Patienten der Vergleichsgruppe im Gegensatz dazu nur 4,6 Monate. Die Antikörpertherapie hatte zudem einen Effekt auf das Fortschreiten der Erkrankung: Bei mehr als 30 Prozent schritt die Erkrankung nicht weiter fort, in der Vergleichsgruppe war das nur bei etwa elf Prozent der Fall.

An der Studie hatten 572 Patienten mit kolorektalem Karzinom teilgenommen, die zuvor mit einem Fluoropyrimidin, Irinotecan und Oxaliplatin behandelt worden waren oder bei denen Kontraindikationen gegen diese Medikamente bestanden. Die Patienten hatten Krebszellen, die den Wachstumsfaktor-Rezeptor EGFR trugen, der von Cetuximab blockiert wird.

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