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Antikörper wirkt auch bei alten Lymphom-Patienten gut

FRANKFURT AM MAIN (hub). Wird bei follikulärem Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) die Standardtherapie mit Rituximab ergänzt, ist die Rate von Therapieversagen kleiner als bei alleiniger Standardtherapie. Auch Patienten über 60 Jahre mit einem aggressiven NHL profitieren von dem monoklonalen Antikörper, wie Studien ergeben haben.

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In Deutschland erkranken jährlich etwa 13 000 Menschen neu an einem NHL, über 5000 sterben daran. Die bisherige Standardtherapie besteht aus der Kombination der Substanzen Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und Prednison (CHOP-Schema).

In einer Studie wurde geprüft, ob die Hinzunahme von Rituximab (MabThera®) zum CHOP-Schema den Therapie-Erfolg erhöht. In der Studie RICOVER 60 wurden Patienten über 60 Jahre behandelt, die an aggressivem NHL erkrankt waren: Eine Gruppe erhielt acht CHOP-Zyklen.

Die zweite Gruppe bekam die Chemotherapie plus den Antikörper Rituximab. Der Antikörper richtet sich gegen CD20-positive B-Lymphozyten. Zwei weitere Gruppen erhielten nur jeweils sechs Zyklen der beiden Therapieregimes.

In den Gruppen mit Rituximab gab es mit 30 Prozent deutlich weniger Therapieversager als in den Gruppen mit Chemo allein (43 Prozent). Dies hat Professor Michael G. Pfreundschuh vom Uniklinikum in Homburg auf einer Veranstaltung von Hoffmann-La Roche in Frankfurt am Main berichtet.

Als Therapieversagen galten: keine hämatologische Remission, Progression oder Tod. Dabei waren sechs Zyklen genauso wirksam wie acht. "Die kürzere Therapiedauer ist gerade bei älteren Patienten von großer klinischer Bedeutung", so Pfreundschuh. Auch für das Gesamtüberleben sei ein positiver Trend für die Kombination mit dem Antikörper erkennbar. Weitere Daten nach längerer Beobachtungszeit müßten hier abgewartet werden. 22 Prozent aller NHL-Patienten haben ein follikuläres (indolentes) Non-Hodgkin-Lymphom.

In einer Studie mit 520 Patienten sind durch die Kombination von Chemotherapie plus Rituximab 20 Prozent der Patienten in komplette Remission gekommen, mit der Chemo allein nur 17 Prozent, wie Professor Wolfgang Hiddemann vom Uniklinikum München-Großhadern berichtet hat. Eine partielle Remission wurde bei 77 (Chemotherapie plus Rituximab) und 74 Prozent (nur Chemo) der Patienten erreicht.

Auch die Remissionsdauer wurde deutlich länger. So hätten innerhalb von gut drei Jahren in der Rituximab-Gruppe von 274 Patienten 44 ein Rezidiv bekommen (16 Prozent), in der Gruppe nur mit Chemotherapie 82 von 264 Patienten (33 Prozent). Zumindest für einen Teil der Patienten mit follikulärem Lymphom scheine eine Heilung nicht mehr ausgeschlossen, sagte Hiddemann auf der Veranstaltung.

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