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Kommentar zum Hühnerei

Arztsegen für Eiergenuss?

Von Dr. Elke Oberhofer Veröffentlicht:

Wer regelmäßig Apothekenzeitschriften liest, ist aufgeklärt: Das Frühstücksei ist keinesfalls ungesund, die Angst, damit den Cholesterinspiegel in die Höhe zu treiben, unbegründet.

Zwar enthält das Ei relativ viel Cholesterin, aber das hat kaum Einfluss auf den Spiegel des "bösen" LDL-Cholesterins im Blut, das die Arterien verkalken lässt. Tatsächlich scheint häufiger Eierkonsum das Risiko fürs Herz im Allgemeinen nicht zu erhöhen, das hat jetzt eine Metaanalyse im BMJ bestätigt.

Trotzdem sind Kardiologen vorsichtig damit, in den Lobgesang fürs Ei mit einzustimmen. Das über die Ernährung aufgenommene Cholesterin erhöht unter anderem die Anfälligkeit des LDL-Cholesterins für Oxidationsvorgänge.

Oxidiertes LDL gilt als Risikofaktor für die Atherosklerose. Wer kardiovaskuläre Risikofaktoren oder bereits eine Atherosklerose aufweist, tut also gut daran, auf den Cholesteringehalt in der Nahrung zu achten.

Bald naht die Osterzeit und es wird wieder übergewichtige und prädiabetische Patienten geben, die mit der Apothekenzeitschrift wedeln und ärztliche Absolution für ungehemmte Eierorgien fordern.

Das Kernproblem liegt aber oft gar nicht beim Ei, sondern- neben Bewegungsmangel - in zu einseitiger Ernährung. Also Vielfalt predigen statt österlicher Eiersegen!

Lesen Sie dazu auch: Infarkte: Metaanalyse entlastet Frühstücksei

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