Asthma bei Kindern: Oft sind Chlamydien mit im Spiel

NEU-ISENBURG (ikr). Bei Kindern mit Asthma-Exazerbationen ist nach aktuellen Studiendaten vermehrt mit einer Chlamydien-Infektion zu rechnen.

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Eine Arbeitsgruppe um Dr. W. C. Webley aus Amherst in den USA hat bronchoalveoläre Flüssigkeiten von 182 Kindern mit chronischen Atemwegserkrankungen, vorwiegend Asthmatiker mit Exazerbationen, mithilfe der Polymerasekettenreaktion (PCR) und mittels Gewebekultur auf Chlamydia pneumoniae und Chlamydia trachomatis untersucht (Eur Resp J 33, 2009, 360).

Chlamydien-spezifische DNA wurde mittels PCR bei 68 Prozent der Patienten gefunden. Je 43 Prozent waren positiv für Chlamydia pneumoniae und Chlamydia trachomatis und 18 Prozent für beide Organismen. Bei 46 Prozent der insgesamt 128 Asthmatiker war die Chlamydien-Kultur positiv, aber nur bei 29 Prozent der 54 Nicht-Asthmatiker. Patienten mit entzündlichen Atemwegserkrankungen hatten zu 46 Prozent und Patienten mit nicht inflammatorischen Erkrankungen zu 18 Prozent kultivierbare Chlamydien.

Die Ergebnisse der US-amerikanischen Studie unterstreichen die Notwendigkeit, bei Kindern mit unklaren chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen Infektionen mit Chlamydien häufiger mit ins Kalkül zu ziehen, kommentiert der Münchner Pädiater Professor Matthias Griese (Pneumo-News 2, 2009, 18).

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