Asthma/COPD

Asthmatiker bevorzugen rasch und lang wirksame Substanz

NÜRNBERG (urm). Bei Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen hat das rasch und lang wirksame Beta-2-Mimetikum Formoterol einen hohen Stellenwert. Das gilt sowohl für Asthma bronchiale als auch COPD.

Veröffentlicht: 21.04.2006, 08:00 Uhr

Nach den aktuellen Therapie-Empfehlungen der Deutschen Atemwegsliga hat Formoterol bei Asthma inzwischen auch einen festen Platz in der symptomorientierten Bedarfsmedikation. Tatsächlich entfaltet die Substanz ihre bronchialerweiternde Wirksamkeit bereits binnen weniger Minuten und steht kurz wirksamen Klassenvertretern wie Salbutamol oder Fenoterol in dieser Hinsicht keinesfalls nach.

Einer Studie zufolge tun Asthmatiker offenbar gut daran, bei der antiobstruktiven Bedarfsmedikation vorzugsweise auf ein rasch und lang wirksames Beta-2-Mimetikum zurückzugreifen. Die Ergebnisse hat Professor Carl-Peter Criée aus Göttingen bei einer Veranstaltung von Novartis beim Pneumologen-Kongreß in Nürnberg präsentiert.

In der randomisierten Doppelblindstudie schnitten mit Formoterol behandelte Patienten bei Lungenfunktion und Symptom-Score besser ab als Patienten, die bei Bedarf ein kurz wirksames Beta-2-Mimetikum inhalierten.

Am Ende der sechswöchigen Studie äußerten über die Hälfte der Patienten (52 Prozent) eine Präferenz für Formoterol (vom Unternehmen als Foradil® angeboten); 25 Prozent eine Präferenz für das kurz wirksames Beta-2-Mimetikum.

Auch bei einer antientzündlichen Basistherapie mit inhalativen Steroiden benötigen die meisten Asthmatiker zumindest hin und wieder eine symptomatisch wirksame antiobstruktive Therapie. Daraus läßt sich nach Einschätzung Criées aber nicht eine grundsätzliche Überlegenheit von Fixkombinationen ableiten. Diese sollten eher Patienten in schwereren Erkrankungsstadien vorbehalten bleiben, empfahl der Pneumologe.

Für wünschenswert hält Professor Wolfgang Petro aus Bad Reichenhall auch eine bislang nicht angebotene Fixkombination für COPD-Patienten, nämlich die Kombination eines lang wirksamen Anticholinergikums wie Tiotropiumbromid mit einem rasch und lang wirksamen Beta-2-Mimetikum wie Formoterol. Klinische Studien wiesen auf den Nutzen einer solchen Kombination hin. Sie kann bislang aber nur mit den Einzelsubstanzen realisiert werden.

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