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Auch Alte brauchen Tetanus-Schutz

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

Tetanus ist in Deutschland sehr selten geworden. Aufgrund der modernen Lebensumstände kommen die meisten Menschen bei uns nur noch selten mit dem verursachenden Bakterium Clostridium tetani in Staub und Erde in Berührung.

Und Verletzungen mit schmutzigen Holzsplittern, Dornen oder Nägeln kommen im Vergleich zu früher ebenfalls seltener vor. Zudem haben Impfungen und die angemessene Versorgung von tiefen Wunden die Zahl der Tetanus-Erkrankungen stark zurückgedrängt.

Impfen gegen Tetanus bleibt trotzdem wichtig, da durch die im Boden lebenden Erreger weiter eine Infektionsgefahr besteht. Auch ist der Wundstarrkrampf trotz intensivmedizinischer Behandlung heute noch eine potenziell tödliche Erkrankung. Menschen können sich zudem nicht nur über tiefe Wunden infizieren, sondern auch über Bagatellverletzungen, bei denen normalerweise kein Arzt aufgesucht wird. Das zeigt jetzt erneut die Krankengeschichte einer Frau aus Heidelberg.

Ärzte sollten bei ihren Patienten daher unbedingt auf die alle zehn Jahre nötigen Auffrischungen achten, und sie sollten den Patienten die Impfung nahelegen, wenn kein Impfschutz mehr besteht. Vor allem viele alte Menschen sind oft seit langer Zeit nicht mehr geimpft worden. Fehlt der Schutz, ist bei jeder Wunde zu impfen. Bei tiefen und verschmutzten Wunden ist außerdem gleichzeitig die Prophylaxe mit einem Tetanus-Immunglobulin nötig.

Lesen Sie dazu auch: Tetanustod - Alte stark gefährdet

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