Direkt zum Inhaltsbereich

Auf der Hut vor Ambrosia-Pollen

BRAUNSCHWEIG (dpa). Die Beifuß-Ambrosie verursacht zunehmend gesundheitliche Probleme durch ihre hoch aggressiven Pollen und droht in der Landwirtschaft zu einem üblen Unkraut zu werden.

Veröffentlicht:

Darauf weist die Biologische Bundesanstalt (BBA) in Braunschweig hin. Sie hat daher ein Aktionsprogramm erarbeitet. Auf der Internetseite (www.bba.bund.de/ambrosia) bietet sie etwa die Möglichkeit, das Vorkommen der aus Nordamerika eingeschleppten Pflanze zu melden. Ziel ist es, die Verbreitung bundesweit zu kartieren und die Ausbreitung zu verhindern.

Denn die Pflanzen sollten möglichst noch vor Blühbeginn im Sommer mit Handschuhen ausgerissen und vernichtet werden. Grundstückseigentümer können sogar zur Beseitigung von Ambrosia-Pflanzen verpflichtet werden. In der Schweiz gibt es bereits seit 2006 gesetzliche Regelungen, um die Ausbreitung der Pflanze zu stoppen. Wegen ihres großen Allergiepotenzials werde die Pflanze auch in vielen anderen europäischen Ländern beobachtet und bekämpft, so die BBA.

Schon eine geringe Pollenkonzentration der Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) kann nach BBA-Angaben schwere allergische Reaktionen auslösen. Auch Menschen, die sonst nicht allergisch reagierten, könnten betroffen sein. Vor allem seit dem warmen Sommer 2003 habe die Verbreitung stark zugenommen.

Die oft auf Brachflächen oder an Straßenrändern wachsende Pflanze kann 20 Zentimeter bis 1,50 Meter hoch werden. Wegen ihrer unscheinbaren Blüten wird sie leicht mit dem Gemeinen Beifuß (A. vulgaris) verwechselt. Junge Pflanzen ähneln zudem Möhrenkraut. Charakteristisch für die Beifuß-Ambrosie sind die gefiederten Blätter und die abstehend behaarten, oft rötlichen Stängel.

Mehr zum Thema

Nahrungsmittelallergien

Seltsame Anaphylaxien: Ein Fall für Detektive

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: Verlauf des Rett-Syndroms

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Rett-Syndrom

Diagnose und Verlauf einer herausfordernden Erkrankung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Exotisches Streetfood

Reisediarrhö: „Durchgegart“ muss nicht viel heißen

Lesetipps