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"BOT-plus"-Strategie bessert den HbA1c-Wert

CHICAGO (ob). Die Basalunterstützte Orale Therapie (BOT) mit Insulin glargin hat sich als Einstieg in die Insulintherapie bei Typ-2-Diabetikern bewährt. Ist die damit erzielte Blutzuckereinstellung noch nicht zufriedenstellend, kann im nächsten Schritt eine zusätzliche prandiale Injektion von Insulinglulisin die Behandlung deutlich verbessern.

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Auf diese Weise lassen sich sowohl HbA1c-Wert als auch die postprandialen Blutzuckerwerte weiter senken. Dieser Zusatzeffekt von Insulinglulisin ist unabhängig davon, ob das kurzwirksame Insulinanalogon zum Frühstück oder zur jeweiligen Hauptmahlzeit injiziert wird. Dies könnte das Basal-Bolus-Regime für den Patienten einfacher machen. Zu diesem Schluss gelangen deutsche Diabetes-Experten in einer Studie, deren Ergebnisse Dr. Mark Lankisch aus Wuppertal beim Kongress der US-amerikanischen Diabetes-Gesellschaft (ADA) in Chicago vorgestellt hat.

An der Studie teilgenommen haben 316 Typ-2-Diabetiker, deren Nüchternblutzucker mit oralen Antidiabetika plus Insulin glargin (Lantus®) auf Werte  120 mg/dl eingestellt waren (BOT-Regime). Ziel war, die HbA1c-Werte (initial 6,5 bis 9,0 Prozent) weiter zu verbessern. Dies sollte mit Insulinglulisin (Apidra®) erreicht werden, das nach Randomisierung zusätzlich zum BOT-Regime 26 Wochen lang entweder zum Frühstück oder zur Hauptmahlzeit gespritzt wurde ("BOT plus"-Regime).

Wie Lankisch berichtete, wurde der HbA1c-Wert durch die um Insulinglulisin erweiterte Therapie im Mittel von anfänglich 7,32 Prozent auf 6,99 Prozent gesenkt. Knapp ein Drittel aller Patienten erreichte Werte unterhalb von 6,5 Prozent. Obwohl bei Injektion zur Hauptmahlzeit etwas bessere Ergebnisse erzielt wurden, war der Unterschied im Vergleich zur Injektion zum Frühstück nicht signifikant. Die für den Nachweis der Wirkäquivalenz geforderten Kriterien wurden erfüllt.

Auch das postprandiale Blutzuckerprofil war deutlich besser. So lagen am Ende bei insgesamt 84,2 Prozent der Teilnehmer die zwei Stunden nach der Mahlzeit gemessenen Blutzuckerwerte unterhalb 135 mg/dl.

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