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Bald zuverlässige Keim-Erkennung durch Minilabore

DÜSSELDORF (mut). Ein Tropfen Speichel genügt, und in wenigen Minuten weiß das handliche Gerät, ob der hustende Patient eine harmlose Infektion oder eine hochansteckende Lungenentzündung hat. Noch ist das Zukunftsmusik - doch Forscher arbeiten bereits an Minilaboren, die rasch viele Keime oder auch Herzinfarkt-Marker erkennen.

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Ein Testgerät, klein, schnell und einfach zu bedienen, das alle relevanten Atemwegskeime erkennt - damit ließen sich Patienten mit gefährlichen Erregern an Flughäfen und Bahnhöfen abfangen. Aber auch niedergelassene Ärzte könnten davon profitieren: Ist erst einmal klar, welcher Keim die Atemwegsinfektion verursacht, können die Kollegen sofort die richtige Therapie einleiten.

Möglich werden sollen solche Geräte durch eine starke Miniaturisierung bei den Analyse-Verfahren. Bei der Medica in Düsseldorf wurden einige Projekte vorgestellt, die vom Bundesforschungsministerium gefördert werden. Dabei handelt es sich um integrierte Mikrosysteme.

Bei einem dieser Projekte soll ein Tischgerät entwickelt werden, das sämtliche bekannten Erreger von atypischen Lungen-Entzündungen mit der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) erkennt, sagte Dr. Cord Schlötelburg von dem Projektträger VDI/VDE. Diese Reaktion muß dazu extrem miniaturisiert werden.

Beim Projekt Zentrilab wird ein System entwickelt, um verschiedene Hormon-Konzentrationen und Blutparameter zu erfassen. Ärzte sollen bei diesem System einen Tropfen Blut auf eine Einweg-CD geben. Diese wird in eine Art CD-Player eingeführt. Durch die Rotation der CD läuft das Blut in miniaturisierte Kanäle in der CD und gelangt zu eingebrannten Filtern und Reagenzien. Diese trennen die Bestandteile und analysieren sie. Die Bestandteile werden dann durch das Gerät mit Licht- und Laserstrahlen ausgewertet.

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