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Bei Depressiven ist Aufklärung über Diagnose und Therapie das A und O

FREISING (wst). Sich einzugestehen, daß sie eine Depression haben, also eine psychische Krankheit, fällt vielen Patienten immer noch schwerer, als ein körperliches Leiden zu akzeptieren. Schon ein paar aufklärende Worte des Arztes können den Betroffenen aber helfen die Krankheit zu akzeptieren und so die Compliance zu verbessern.

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Wird eine Depression festgestellt, sollte die Mitteilung dieser Diagnose immer in eine ausreichende Aufklärung eingebettet werden. Darauf hat Professor Gerd Laux vom Bezirksklinikum Gabersee hingewiesen.

Die Patienten sollten erfahren, daß die Depression eine weit verbreitete Erkrankung und keine Schande ist. Sie müssen wissen, daß Depressionen heute medikamentös gut in den Griff zu bekommen sind und daß die Prognose mit den heute verfügbaren Therapien gut ist, sagte Laux auf einer Veranstaltung des Unternehmens Lundbeck in Freising.

Zu Beginn einer medikamentösen Therapie, sind die Patienten unbedingt darauf hinzuweisen, daß die Wirkung von Antidepressiva erst nach zwei bis drei Wochen eintritt, rät Laux. Zudem sollten sie wissen, daß die Medikamente mehrere Monate, bei häufigen Rezidiven sogar mehrere Jahre genommen werden müssen.

Doch selbst hoch motivierte Patienten erschrecken, wenn sie dann zuhause den Beipackzettel ihres Antidepressivums genauer anschauen. Um diesem die Compliance gefährdenden Effekt entgegenzuwirken, sollten Patienten auch kurz über den juristischen Hintergrund der Formulierungen auf Beipackzetteln informiert werden.

Als anschauliches Beispiel nennt Laux die unerwünschten Wirkungen, die etwa auf Beipackzetteln von frei verkäuflichen Schmerztabletten aufgelistet sind. Bei modernen Antidepressiva dürfe jedoch versichert werden, daß sie von den meisten Patienten gut vertragen werden. Unerwünschte Wirkungen, die zu Beginn der Behandlung auftreten, klingen im weiteren Verlauf meist ab.

Je schneller und effektiver ein Antidepressivums wirke, desto besser sei auch die Langzeitcompliance, sagte Laux. Daher sei der selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer Escitalopram (Cipralex®), der laut Studiendaten bereits nach einer Woche Depressionen signifikant lindere, eine besonders erfolgversprechende Therapie-Option.

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