Tyrosinkinasehemmer

Bei gastrointestinalen Tumoren steigt Überlebensrate

Seit Einführung der Tyrosinkinasehemmer hat sich die Prognose von Patienten mit gastrointestinalen Tumoren verbessert.

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BASEL. Seit vielen Jahren steht der Tyrosinkinasehemmer (TK) Imatinib zur Behandlung von Patienten mit gastrointestinalen Stromatumoren (GIST) als häufigste mesenchymale Tumoren des Magen-Darm-Traktes zur Verfügung. Mit einer Inzidenz von 1,5 pro 100.000 Einwohner sind sie sehr selten.

Um zu prüfen, welchen Effekt die Therapie im Langzeitverlauf seit der Einführung der Tyrosinkinasehemmer hatte, haben die Ärztin Johanna Falkenhorst und ihre Kollegen vom Universitätsklinikum Essen die seit 2001 verfügbaren Daten ausgewertet, die während der Versorgung von GIST-Patienten am Westdeutschen Tumorzentrum gesammelt werden. Die Datenbank umfasst derzeit Informationen zu 475 Patienten, von denen 75 Prozent Metastasen entwickelt haben.

Nach Angaben von Falkenhorst verbesserte sich das Gesamtüberleben zwischen 2001 / 2004 und 2005 / 2008 sowie zwischen 2001 / 2004 und 2009 und darüber hinaus signifikant.

Sie wies darauf hin, dass sich die Patientenim Studienzeitraum in immer früheren Stadien vorgestellt hatten, sodass im späteren Verlauf mehr Patienten mit einem niedrigen Risiko behandelt wurden.

Etwa die Hälfte aller Patienten hatte nur Imatinib erhalten, 15 Prozent in Kombination mit Sunitinib. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate sei von 66 Prozent bis zum Jahr 2006 auf 77 Prozent im Zeitraum danach gestiegen.

Bei Patienten mit lokalisierten Tumoren stieg der Anteil von 72 auf 86 Prozent. Auch bei Patienten, bei denen die Imatinib- bzw. die Sunitinib-Therapie versagt hatte und die Therapie angepasst werden musste, wurde ein verbessertes Überleben dokumentiert.

Als mögliche Ursache für den Erfolg nannte Falkenhorst die verbesserte Vor- und Nachsorge im Studienzeitraum. Aus der Untersuchung geht allerdings nicht hervor, ob der Erfolg in der Versorgung der GIST-Patienten ausschließlich auf der Arzneitherapie beruht. (ple)

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