Bessere Chancen bei Prostata-Ca

BERLIN (gvg). Patienten mit hormonrefraktärem Prostatakarzinom profitieren auch langfristig von einer Behandlung mit Docetaxel. Der Vorteil im Vergleich zur bisherigen Standardtherapie nimmt nach drei Jahren eher noch zu.

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Das geht aus einer neuen Auswertung der Studie TAX 327 hervor. In der Studie waren 1006 Patienten mit hormonrefraktärem Prostata-Ca entweder mit Docetaxel (Taxotere®) oder mit Mitoxantron behandelt worden. Daran hat Dr. Peter Albers vom Klinikum Kassel auf dem Deutschen Urologen-Kongress in Berlin erinnert. "Mit Docetaxel war die mediane Überlebenszeit nach drei Jahren um 21 Prozent verlängert", so Albers auf einer von Sanofi-Aventis unterstützten Veranstaltung.

Patienten mit Docetaxel-Therapie lebten im Median 19,2 Monate gegenüber 16,3 Monaten bei einer Behandlung mit Mitoxantron. 17,9 Prozent der Patienten mit der Docetaxel-Therapie lebten nach drei Jahren noch, nur 13,7 Prozent waren es bei einer Therapie mit Mitoxantron.

Therapiestart bei Metastasen oder Schmerzen.

Der Nutzen von Docetaxel ist dabei offenbar unabhängig vom kalendarischen Alter der Patienten: "Auch ältere Patienten profitieren, und diese Patienten sind dann nicht stärker von unerwünschten Wirkungen betroffen als jüngere", sagte Dr. Holger Borchers vom Universitätsklinikum Aachen.

Generell empfehle es sich, die Docetaxel-Therapie zu beginnen, wenn bei Männern mit hormonrefraktärem Prostata-Ca entweder Schmerzen oder Metastasen auftreten, so Professor Kurt Miller von der Charité Berlin. Bei Patienten, bei denen es im fortgeschrittenen Tumorstadium zum PSA-Anstieg komme, ohne dass Schmerzen auftreten oder eine Metastase nachgewiesen werden kann, müsse die Entscheidung im individuellen Gespräch getroffen werden. Miller: "Es ist plausibel, dass Docetaxel die Metastasierung verzögern kann, aber das wurde bisher nicht geprüft.

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