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Brustkrebs

Brusterhaltung so sicher wie Mastektomie

Muss die Brust im frühen Stadium eines Mamma-Karzinoms komplett entfernt werden? US-Kollegen haben jetzt gezeigt, dass auch andere Methoden der Krebstherapie wirksam sind.

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Brust (er-)halten.

Brust (er-)halten.

© detailblick / fotolia.com

DURHAM. Frauen mit Brustkrebs im Stadium I oder II, die brusterhaltend operiert und bestrahlt werden, haben mindestens genauso gute Überlebensaussichten wie Frauen nach einer Mastektomie. Das gilt auch für Patientinnen jüngeren Alters und mit hormonunempfindlichen Tumoren.

Die Gleichwertigkeit der beiden Strategien zur definitiven Therapie früher Brustkrebsstadien ist in randomisierten klinischen Studien bereits mehrfach gezeigt worden.

US-Kollegen konnten nun demonstrieren, dass sie auch unter Bedingungen außerhalb von Studien Bestand hat. Sie haben dazu die Daten aller Frauen ausgewertet, die zwischen 1990 und 2004 mit einem neudiagnostizierten Tumor im Stadium I oder II im kalifornischen Krebsregister erfasst worden waren.

Von den 112.154 Frauen waren 55 Prozent brusterhaltend operiert und bestrahlt worden, bei den übrigen Patientinnen hatte man die erkrankte Brust entfernt (Cancer 2013; online 28. Januar).

Der Anteil der Frauen mit brustkonservierender Therapie (BCT) war über die Jahre kontinuierlich angestiegen, von anfangs 37 auf 62 Prozent nach 2001.

Alternative für jüngere Patientinnen

Bei größeren Tumoren - die mediane Größe betrug 1,5 Zentimeter - wurde erwartungsgemäß häufiger die Brust abgenommen, ebenso bei Tumoren der Milchdrüsen, vom Grad III und mit negativem Hormonrezeptor(HR)-Status.

Während des Follow-up von im Median 110 Monaten starben 31.416 Frauen, davon 39 Prozent am Brustkrebs. Dabei war die (adjustierte) Gesamtmortalität, unabhängig vom Alter der Frauen - über oder unter 50 Jahren - und von ihrem HR-Status, nach BCT überraschenderweise sogar niedriger als nach Mastektomie.

Den größten Nutzen von der BCT hatten Frauen über 50 Jahre mit hormonempfindlichen Tumoren, mit einer relativen Mortalitätsreduktion von 19 Prozent.

In dieser Gruppe war auch die krebsspezifische Sterblichkeit am stärksten gesenkt, und zwar um 13 Prozent. Bei den übrigen Frauen lag sie kaum oder nicht signifikant niedriger als bei Frauen mit einer Totaloperation.

Der Überlebensvorteil nach BCT gegenüber Mastektomie war zwar bei T1-Tumoren ausgeprägter als bei T2-Tumoren, aber zumindest in Bezug auf das Überleben insgesamt auch bei T2-Tumoren noch vorhanden.

"Die Ergebnisse legen nahe, dass zur definitiven Therapie eines frühen Brustkrebses eine brusterhaltende Op in Kombination mit einer Radiatio der Mastektomie in Bezug auf das Überleben mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen ist", schreiben daher die Studienautoren um Dr. E. Shelley Hwang von der Duke University in Durham.

Weil die BCT in allen Patientinnengruppen von Vorteil war, sei sie selbst für jüngere Patientinnen mit HR-Negativität eine wirksame Alternative zur Mastektomie. (bs)

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