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COPD-Exazerbation häufig durch Viren verursacht

BERLIN (gvg). Viren sind wahrscheinlich sehr viel häufiger die Auslöser einer akuten Exazerbation bei COPD als bisher gedacht.

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In einer prospektiven Kohortenstudie in der Schweiz wurden bei 86 COPD-Patienten sowohl zur Aufnahme als auch nach dem Abklingen der Exazerbation nasopharyngeale Abstriche sowie Sputum mit PCR auf 14 verschiedene respiratorische Viren hin untersucht.

Bei Aufnahme hatten 51 Prozent der Patienten obere Atemwegsinfekte mit Picornaviren, humanen Metapneumoviren, Coronaviren, (Para-)Influenza-Viren oder RS-Viren. Nach der klinischen Besserung war das nur noch bei 11 Prozent der Patienten der Fall, ein hoch signifikanter Unterschied.

Somit sei bei COPD-Patienten von einer starken Übertherapie mit Antibiotika auszugehen, betonte Professor Martin Kohlhäufl aus Stuttgart. Helfen bei der Abgrenzung zwischen bakterieller und viraler Genese könne der Biomarker Procalcitonin, der unter anderem in der Hannover-Pro-II-Studie erfolgreich evaluiert wurde, aber nicht spezifisch bei COPD.

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