Direkt zum Inhaltsbereich

COPD - da wird mehr Sensibilität gefordert

Veröffentlicht:

HAMBURG (stü). 13 Prozent der über 40-Jährigen in Deutschland sind von einer COPD betroffen - oft im mittelgradigen Stadium. Die Patienten suchen meist erst spät einen Arzt auf und sind oft schwer zu führen, wie eine Umfrage jetzt ergeben hat.

"Der typische COPD-Patient ist zwischen 40 und 60 Jahre alt, Raucher und leider wenig einsichtig," kommentierte Professor Adrian Gillissen aus Leipzig die Ergebnisse der Befragung. Interviewt wurden 200 Allgemeinärzte und Internisten sowie je 50 niedergelassene und klinisch tätige Pneumologen. Viele COPD-Patienten haben demnach eine mittelgradige COPD, also mit FEV1-Werten zwischen 50 und 80 Prozent des Sollwertes sowie Atemnot bei Anstrengung. Die Betroffenen seien typischerweise sozial schwach, oft ohne Arbeit, Handwerker oder Schichtarbeiter, gaben die befragten Ärzte an.

Gillissen bedauerte, dass die COPD von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werde - im Vergleich zu anderen Erkrankungen wie KHK, Krebs und Aids. Wo könnten die Gründe für dieses Schattendasein liegen? Darüber diskutierten Ärzte und Apotheker auf einer Veranstaltung des Unternehmens GlaxoSmithKline. Die Ergebnisse fasste Dr. Harald Mitfessel aus Remscheid zusammen: Demnach nimmt die Ausbildung bezüglich der COPD an den Universitäten zu wenig Platz ein. Zudem gebe es keine Vorsorgeprogramme wie etwa die regelmäßige Messung der Lungenfunktion bei Risikopatienten. Und die Therapiekonzepte seien "verwirrend". Außerdem werde die Öffentlichkeit zu wenig über die COPD aufgeklärt.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München

Asthma, COPD und Co.

Acht Fehler bei der Inhalationstherapie – und wie es richtig geht

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt

Lesetipps
Nahaufnahme einer männliche Hand, die die Tagesdosen an Vitaminen, Medikamenten, Tabletten und Nahrungsergänzungsmitteln in eine Tablettenbox füllt.

© eliosdnepr / stock.adobe.com

NAKO-Studie

Jeder Vierte erhält offenbar mindestens ein inadäquates Medikament im Alter