Schweinegrippe

Chronisch Kranke sollen auf Warnzeichen achten

ATLANTA (hub). Die Zahl der Infektionen durch das neue H1N1-Virus steigt weiter. Das Medieninteresse nimmt ab. So machen die US-Centers for Disease Control and Prevention (CDC) nur noch einmal die Woche ein Pressebriefing.

Veröffentlicht: 08.06.2009, 05:00 Uhr
Chronisch Kranke sollen auf Warnzeichen achten

© Foto: GSK, www.fotolia.de

Vor allem auf dem nordamerikanischen Kontinent verbreitet sich das neue H1N1-Virus in der Gemeinschaft. "Schätzungen zeigen, diese Verbreitung verläuft ähnlich wie bei einer saisonalen Influenza", sagt Anne Schuchat von den CDC. So würden sich in einer typischen Grippesaison 7 bis 10 Prozent der Menschen in der Gemeinschaft infizieren, im Haushalt eines Erkrankten etwa 20 Prozent.

Zwischen der Schweinegrippe und der saisonalen Grippe gebe es weitere Ähnlichkeiten. Auch eine saisonale Influenza durch einen H1N1-Stamm betreffe mehr junge Menschen, als dies bei einem H3N2-Stamm der Fall ist. In Jahren, wenn H3N2-Viren dominierten, gebe es mehr schwere Erkrankungen und Tote als in H1N1-dominierten Jahren, so Schuchat.

Fatale Erkrankungsverläufe beim neuen H1N1-Virus gebe es vor allem bei Menschen mit Vorerkrankungen und bei Schwangeren. Chronisch Kranke sollten auf Warnzeichen achten, riet Schuchat.

Die Symptome bei Erwachsenen beginnen oft mit Atemproblemen und Kurzatmigkeit, Schmerzen oder Druckgefühl in Brustkorb oder Abdomen sowie anhaltendem Erbrechen. Typische Grippesymptome könnten sich vorübergehend bessern, dann aber mit Fieber und Verschlimmerung des Hustens zurückkehren.

Aktuelle Situation beim neuen H1N1-Virus

Weltweit sind etwa 20 000 Erkrankungen durch das neue Grippevirus bestätigt. Das Gros fällt nach wie vor auf die USA, Mexiko und Kanada mit zusammen über 18 000 Erkrankten. Australien meldet einen Anstieg auf über 900 Erkrankungen in wenigen Tagen. In Europa sind über 800 Menschen betroffen. Etwa ein Drittel davon hat sich im Lande angesteckt, der Rest die Infektion importiert.

In Deutschland meldet das RKI 49 Infektionen, von denen 39 in den USA oder Mexiko und eine aus Großbritannien erworben wurde.

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