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Dekontaminations-Übung in der Hauptstadt

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BERLIN (ami). Hektik am Berliner Vivantes Klinikum. In der Notaufnahme klagen Patienten über brennende Augen. Zugleich kommt die Nachricht herein, daß in der Innenstadt ein Chlorgas-Transporter verunglückt sei: Zum ersten Mal hat ein Berliner Krankenhaus die Notfallversorgung bei einem Unfall oder Anschlag mit atomaren, biologischen oder chemischen Stoffen geprobt.

Schnell schlüpften Ärzte und Schwestern in ihre Schutzausrüstungen, bauten in 20 Minuten ein geräumiges, beheiztes Zelt auf. Dort wurden die "Patienten" kurz untersucht. Nachdem sie sich entkleidet hatten, wurden sie in der benachbarten Bäderabteilung des Krankenhauses dekontaminiert.

Vivantes-Chef Holger Strehlau-Schwoll und Gesundheitssenatorin Heidi Knake-Werner zeigten sich anschließend zufrieden mit dem Testlauf. "Die hier gesammelten Erfahrungen sind eine wichtige Grundlage für die Einrichtung weiterer Dekontaminationsstellen an geeigneten Berliner Krankenhäusern", sagte die Senatorin.

Berlin setzt nach Knake-Werners Angaben als erstes Bundesland ein abgestuftes Konzept zum Aufbau von Dekontaminationsmaßnahmen in Krankenhäusern um. Bis zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft sollen sechs Kliniken in der Hauptstadt mit Schutzausrüstungen ausgestattet sein.

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