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Demenz-Patienten nach Diagnose meist erleichtert

ST. LOUIS (jma). Viele Ärzte zögern bekanntlich, ihren Patienten die Diagnose Alzheimer mitzuteilen. Bei den meisten Patienten führt die Diagnose allerdings zu Erleichterung und nicht zu Depression und Verzweiflung.

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Zu diesem Ergebnis kommen die Autoren einer US-amerikanischen Studie am Alzheimer's Disease Research Center in St. Louis (J Am Geriatr Soc 56/3, 2008, 405). Die Wissenschaftler begleiteten 90 Patienten vor, während und nach der Alzheimer-Diagnostik. Bei 62 von ihnen wurde die Diagnose Alzheimer gestellt. Bei keinem dieser Patienten wurde eine Veränderung hin zu depressiver Verstimmung festgestellt, jedoch nahmen Angst und Sorge deutlich ab. Auch waren viele erleichtert, dass sie eine Erklärung für das bei sich selbst beobachtete veränderte Verhalten bekommen hatten.

"Wir sind heute dort, wo wir vor 10 oder 15 Jahren bei Krebs waren", wird Brian Carpenter, Leiter der Studie, in einer Pressemitteilung zitiert. Damals hätten viele Ärzte ihren Patienten die Diagnose verschwiegen - mit der Absicht, die Patienten zu schützen. Eine frühe Diagnose ermögliche Alzheimer-Patienten und ihren Familien jedoch, sich auf die Zukunft vorzubereiten. Außerdem könne so schon frühzeitig mit einer medikamentösen Therapie begonnen werden.

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