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Die orale Typhus-Impfung schützt zu 96 Prozent

Die Impfung gegen Typhus ist besonders für Reisende sinnvoll, die unter einfachen hygienischen Verhältnissen reisen.

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KÖLN (ab/eis). "Schälen, abkochen und immunisieren", lautet der aktuelle Grundsatz der WHO zur Prävention von Infektionskrankheiten in Ländern mit mangelhafter Hygiene. Denn eine gute persönliche Hygiene allein bietet in solchen Risikoregionen keinen ausreichenden Schutz.

Viele der weltweit häufigsten Infektionskrankheiten werden über kontaminiertes Trinkwasser oder Lebensmittel übertragen. Eine Infektion, die sich Fernreisende auf diesem Weg zuziehen können, ist Typhus. Die Impfung ist besonders für Reisende sinnvoll, die unter einfachen hygienischen Verhältnissen unterwegs sind. Zur aktiven Immunisierung steht etwa ein Lebendimpfstoff zur Schluckimpfung zur Verfügung (Typhoral® L), der außer gegen Typhus auch vor Paratyphus A und Paratyphus B schützt. In einer Feldstudie in Ägypten mit über 30 000 Probanden wurde eine Schutzwirkung von 96 Prozent ermittelt.

Diese hohe Protektionsrate lässt sich vor allem dadurch erklären, dass Schluck-Impfstoffe den natürlichen, oralen Infektionsweg nachahmen. Dabei werden die Erreger schon im Darm ausgeschaltet und können somit nicht weiter in den Körper vordringen. Hierdurch erzeugen sie eine lokale Darmimmunität, fördern die Bildung der humoralen Antikörper und induzieren die zelluläre Immunität durch den Aufbau eines immunologischen Gedächtnisses. Die Schuckimpfungen sind außerdem meist gut verträglich und können bereits bei Kindern ab dem ersten Lebensjahr eingesetzt werden.

Die Bedeutung oraler Impfstoffe bei der Prävention von Durchfällen steigt mit der Zahl der Abenteuer-Reisenden. Mehr als 3,8 Millionen Reisen führen Deutsche jährlich in Länder, die ein hohes Risiko für schwere infektiöse Durchfallerkrankungen haben.

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