Haut-Krankheiten

Dimeticon macht Kopfläusen rasch den Garaus

FORTALEZA (ner). Ein Dimeticon-haltiges Kopflausmittel hat sich im Vergleich mit einer Permethrinlösung als signifikant wirksamer erwiesen. In einer Studie waren damit nach zwei Tagen 95 Prozent der Patienten frei von Läusen.

Veröffentlicht: 24.09.2007, 08:00 Uhr

In der Untersucher-verblindeten Studie wurden 145 Kinder mit einem Produkt, das mit NYDA® L des Unternehmens Pohl-Boskamp identisch war, oder mit einprozentiger Permethrinlösung behandelt. Mit dem Dimeticon-Präparat waren am zweiten Tag 69 von 73 Kindern frei von lebenden Läusen, mit Permethrin nur 48 von 72 Kindern.

Das berichten Dr. Jörg Heukelbach von der Universität Ceará in Fortaleza und seine Kollegen (Trop Med Int Health 12, Suppl I, 2007, 178). Bei der Nachuntersuchung am Tag neun war die Erfolgsrate ähnlich hoch: In der Dimeticon-Gruppe lag sie bei 97 Prozent (70/72 Kindern), in der Permethrin-Gruppe bei 68 Prozent (48/71 Kindern). Der Juckreiz hatte mit beiden Präparaten auf einer Skala von 0 bis 4 vom Wert 2 am Tag vor der Behandlung auf den Wert 1 am Tag zwei abgenommen. Spätestens am Tag neun war er verschwunden.

Dimeticon-haltige Kopflausmittel wirken, indem sie die Atemöffnungen von Läusen, Larven und Nissen verkleben. Folglich ersticken die Insekten. Resistenzen seien wegen des Wirkmechanismus unwahrscheinlich, so Heukelbach.

Die Patienten sollen das Mittel 45 Minuten einwirken lassen, bevor sie die Haare mit einem Läusekamm auskämmen. Nach acht Stunden können sie den Kopf mit Shampoo waschen. Nach acht bis zehn Tagen sollten sie die Prozedur wiederholen, um alle Kopfläuse und Nissen zu erwischen. Wichtig ist, dass sie während der Behandlung Zündquellen aus ihrer Nähe entfernen, da einige Inhaltsstoffe leicht entflammbar sind. Auch Augenkontakt sollte vermieden werden.

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