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Docetaxel punktet beim fortgeschrittenen Bronchial-Karzinom

LEIPZIG (grue). Das Krebsmedikament Docetaxel ist mittlerweile zur Therapie bei fünf Tumorarten zugelassen, eine davon ist das fortgeschrittene Bronchialkarzinom. Hier ist Docetaxel in der Ersttherapie anderen Optionen überlegen.

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Diesen Rückschluß erlaubt eine Metaanalyse, in die die Daten von sieben kontrollierten Studien zur Erst-behandlung beim inoperablen nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom (NSCLC) einbezogen worden sind. Insgesamt sind fast 3000 Patienten entweder mit Docetaxel (Taxotere®) oder Vinca-Alkaloiden (Vinorelbin, Vindesin) behandelt worden, und zwar meist in Kombination mit Platinderivaten. "Für den Vergleich wurden nicht die publizierten Studiendaten, sondern die Statistik-Abschlußberichte herangezogen", sagte Professor Frank Griesinger aus Oldenburg bei der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie in Leipzig. Die Metaanalyse sei deshalb sehr hochwertig, so der Onkologe.

Die Studien wurden statistisch analysiert in Hinblick auf "kombinierte log Hazard Ratio" für Überleben und "kombinierte log Odds Ratio" für Sicherheit. Hazard- und Odds-Ratios sind Risikomaßzahlen, die in Fall-Kontroll-Studien verwendet werden. Sie geben an, ob und wann ein Ereignis im Vergleich zur Kontrollgruppe eintritt. Werte unter eins stehen für eine relativ verringerte Rate, Werte über eins für eine erhöhte Rate. Für die mit Docetaxel behandelten Patienten ergab sich ein statistisch signifikanter Überlebensvorteil (Hazard Ratio 0,89). Das gleiche galt für den Vergleich Docetaxel versus Kombinationstherapien, also unter Ausschluß der als überholt geltenden Monotherapien.

"Auch gegen die modernste Vergleichstherapie auf Basis von Vinorelbin hat sich Docetaxel durchgesetzt", sagte Griesinger. Außerdem war unter den Docetaxel-haltigen Therapien der Anteil der Patienten mit schweren Blutbildveränderungen (Granulozytopenien Grad drei bis vier, schwere Neutrope-nien) um etwa 40 Prozent geringer.

"Dabei wurden in den Docetaxel-Studien Leukozyten-stimulierende Wachstumsfaktoren nicht häufiger verwendet als in den Vergleichsgruppen", sagte Griesinger bei einer Veranstaltung des Unternehmens Sanofi-Aventis.

Docetaxel stehe somit für längeres Überleben bei besserer Verträglichkeit. In der Praxis werde die Substanz bei Patienten mit gutem Allgemeinzustand bevorzugt mit Cisplatin kombiniert, sonst mit Carboplatin oder Gemcitabin.

Eine primäre Monotherapie kommt nur noch in Betracht, wenn eine Kombitherapie wegen Kontraindikationen nicht möglich ist.

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